So werben die Bayernstars beim DFB um Leroy Sané

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 Drei Nationalspieler der deutschen Mannschaft stehen vor einem Tor.
In der Nationalmannschaft Kollegen – und bald auch beim FC Bayern? DFB-Torschütze Leroy Sané (Mitte) und die Bayern Serge Gnabry (li.) und Joshua Kimmich. (Foto: afp)
Patrick Strasser

Das Werben der Spieler des FC Bayern München um Leroy Sané, der Wunschspieler der Club-Verantwortlichen für eine der durch den Rückzug Arjen Robbens und Franck Ribérys freigewordenen Planstellen auf den Flügeln geht weiter, ganz ungeniert, ganz öffentlich. Am Pfingstmontag hieß es auf der DFB-Pressekonferenz in Mainz: Der Nächste, bitte. Diesmal war Serge Gnabry dran. Der 23-Jährige sagte über seinen Kumpel Leroy Sané, der noch bis 2021 beim englischen Meister Manchester City unter Vertrag steht: „Ich hätte ihn liebend gerne in meiner Mannschaft. Er wäre eine Bereicherung für uns. Mir macht es sehr viel Spaß mit ihm zusammenzuspielen, ich verstehe mich auch außerhalb des Platzes sehr gut mit ihm.“

Rund um das 2:0 am Samstag in Weißrussland hatte sich Gnabrys Teamkollege Joshua Kimmich für Sané stark gemacht: „Ich an Bayerns Stelle würde den kaufen“, sagte der aus Bösingen bei Rottweil stammende Kimmich. Denn der Flügelspieler sei ein junger, deutscher Spieler mit einem super Potenzial. Alle Bayern-Profis wollen Sané nach München locken, sogar ein direkter Konkurrent auf der Außenbahn wie Gnabry.

Citys Mittelfeldspieler Ilkay Gündogan hält dagegen. „Ich weiß nicht viel, aber ich weiß ein bisschen. Ich gehe momentan davon aus, dass Leroy bleibt.“ Kabinen-Kampf um Sané. Der 23-Jährige, der in Borissow das 1:0 erzielte schweigt momentan, er soll noch unentschlossen sein. Erst wenn sich Sané zu Bayern bekennt, wollen die Verantwortlichen mit City in Verhandlungen treten.

Für Sané würden die Bayern eine dreistellige Summe zahlen und damit ihre Devise, nicht mehr als 80 Millionen Euro für einen Spieler auszugeben, über Bord werfen, glaubt Rekordnationalspieler Lothar Matthäus. In seiner Kolumne für Sky schrieb der Ex-Bayern-Kapitän: „Ein bisschen mehr Qualität kostet eben ein paar Millionen mehr.“

Oliver Kahn, der ab 2021 Karl-Heinz Rummenigge als Vorstandschef der Bayern beerben soll, sagte im ZDF: „100 Millionen Euro – das sind ja heute Durchschnittspreise für solche Spieler.“ Denn: „Spieler seiner Qualität sind so teuer.“

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