Sieg für Mainz - Aachen deklassiert den „Club“

Lesedauer: 5 Min
Deutsche Presse-Agentur

Jubel in Mainz, Lautern und Aachen, Frust in Nürnberg - im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga sind die Karten neu gemischt worden.

Der FSV Mainz 05 kehrte nach vier Spielen ohne Sieg mit dem 3:1 beim VfL Osnabrück auf Erfolgskurs zurück, auch der 1. FC Kaiserlautern wahrte mit dem 2:0 gegen den FC Ingolstadt seine Aufstiegsambitionen. Der große Verlierer des 20. Spieltags war der 1. FC Nürnberg. Die Aufstiegshoffnungen des „Club“ erhielten beim 2:6-Debakel in Aachen einen herben Dämpfer, wogegen die Alemannia den Anschluss an die Aufstiegsplätze herstellte. Dagegen ging der Vormarsch des MSV Duisburg mit dem 1:1 beim FC Augsburg vorerst zu Ende. 1860 München beendete nach den Turbulenzen unter der Woche mit dem 2:1 gegen Rot Weiss Ahlen die schwarze Serie von fünf Heimspielen ohne Sieg.

Bereits am Vortag hatte die SpVgg Greuther Fürth trotz der Nullnummer gegen den FSV Frankfurt die Tabellenführung übernommen, doch der SC Freiburg kann an diesem Montag (20.15 Uhr) schon mit einem Remis bei Hansa Rostock Platz eins zurückerobern.

An der Bremer Brücke in Osnabrück ging der VfL durch Gaetano Manno (3. Minute) in Führung, danach traf nur noch Mainz durch Markus Feulner (20.), Delron Buckley (32.) und Miroslav Karhan (66./Handelfmeter). Dank ihrer Heimstärke mischen auch die zu Hause ungeschlagenen Lauterer im Aufstiegskampf weiter kräftig mit. Anel Dzaka (11.) und Josh Simpson (79.) stellten den verdienten, aber glanzlosen Erfolg gegen Aufsteiger Ingolstadt sicher.

Sechs Tage nach dem überzeugenden 3:0-Sieg gegen Kaiserslautern kamen die zuvor acht Spiele lang unbesiegten Nürnberger auf dem Aachener Tivoli böse unter die Räder und kassierten die höchste Saisonniederlage. Aachen nutzte die Schwächen in der überforderten Youngster-Abwehr des FCN eiskalt aus. Der 18-jährige Lewis Holtby per Doppelpack, Mirko Casper, Benjamin Auer, Szilard Nemeth und Christian Fiel brachten Aachen bis auf vier Punkte an die Aufstiegsplätze heran. Für den desolaten FCN traf Isaac Boakye zwei Mal.

Duisburg kam in Augsburg mit einem blauen Auge davon und ist nach dem glücklichen Punktgewinn seit sieben Spielen unbesiegt, verpasste aber den Anschluss an die Spitzenränge. Nach der MSV-Führung durch Marcel Heller (39.) gelang Mourad Hdiouad (39.) der Ausgleich für die klar überlegenen, aber im Abschluss schwachen Augsburger. Die Münchner „Löwen“ fanden nach dem geplatzten Millionendeal mit einem Berliner Investor und dem Chaos um die Vereinsführung sportlich wieder in die Erfolgsspur zurück. Nach der Blitzführung durch Kapitän Daniel Bierofka, der bereits nach 20 Sekunden einköpfte, machte Winter-Neuzugang Antonio Rukavina (69.) den ersten Heimsieg seit fast vier Monaten perfekt. René Müller (82.) erzielte Ahlens Ehrentor.

Am Freitag waren Koblenz, das beim 3:1 in Wehen den ersten Auswärtssieg feierte, und Oberhausen mit dem 3:2 gegen St. Pauli die großen Gewinner. Fürth ging dagegen leer aus und war nicht gut auf Schiedsrichter Holger Henschel zu sprechen. „Es war nun schon einige Male in dieser Saison so, dass wir zu Hause Fehlentscheidungen gegen uns hinnehmen mussten. Heute war es besonders krass“, schimpfte Fürths Präsident Helmut Hack, „Das können wir uns nicht gefallen lassen, denn so etwas gleicht sich im Laufe der Saison eben nicht mehr aus.“ Henschel hatte ein reguläres Fürther Tor annulliert, und die Gelb-Rote Karte für Bernd Nehrig war mehr als fragwürdig.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen