Sicherheit wird groß geschrieben

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Deutsche Presse-Agentur

Eine Woche nach dem fürchterlichen Unfall des Kombinations-Weltmeisters Daniel Albrecht (Schweiz) und am 15. Todestag der Österreicherin Ulrike Maier ist die Sicherheit im alpinen Ski-Weltcup auch ein Thema am Rennwochenende in Garmisch-Partenkirchen.

„Sicherheit ist die Grundvoraussetzung und hat nichts mit anderen Unfällen zu tun“, betonte Organisationskomitee-Chef Peter Fischer. 30 Kilometer B-Netze (Auffangzäune) und 6 Kilometer A-Netze (Hochsicherheitsnetze) sollen im Falle eines Sturzes Schlimmes verhindern. Zwölf Ärzte stehen laut Fischer an der Strecke bereit und der Rettungshubschrauber gehört ohnehin zum Weltcup-Standard.

Unabhängig vom Sturz Albrechts auf der Streif vor einer Woche habe man die Sicherheitsvorkehrungen für den Heim-Weltcup getroffen, betonte Fischer. „Garmisch hat immer ein hohes Sicherheitsempfinden“, sagte er. „Durch den tragischen Unfall vor 15 Jahren sind wir vielleicht ein bisschen sensibler. Seitdem haben wir keinen Unfall hier gehabt.“

Am 29. Januar 1994 war die Salzburger Skirennfahrerin Ulrike Maier in der FIS-Schneise der Garmischer Abfahrtsstrecke zu Tode gestürzt. Es war der letzte Todesfall bei einem alpinen Ski-Rennen. Die Doppel- Weltmeisterin und Sportlerin des Jahres 1989 war damals 26 Jahre alt und gilt als das erste Opfer der neuen, stark taillierten Ski. Maier stürzte mit mehr als 100 Stundenkilometern und zog sich tödliche Verletzungen zu. Die Österreicherin war 1989 in Vail - wie erst später bekanntwurde - bereits als werdende Mutter zu Super-G-Gold gefahren.

„Man kann nur hoffen, dass solche Dinge nicht wieder passieren. Tragische Sachen sind im Rennsport möglich, man muss versuchen, sie auszuschließen“, sagte Österreichs Ski-Star Hermann Maier. Damals, in den 90er Jahren bei seinem ersten Training in Garmisch, habe er besonders an den Unfall gedacht. „Es war ein eigenartiges Gefühl die Passage zu fahren“, sagte der 36-Jährige. „Da hat man großen Respekt und das heißt große Konzentration.“

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