Schwimmverband mit öffentlich-rechtlichem TV einig

Lesedauer: 3 Min
Deutsche Presse-Agentur

Der von Finanznöten bedrohte Deutsche Schwimm-Verband (DSV) kann nach der Kündigung durch seinen Ausrüster adidas weiter mit Einnahmen aus dem Fernsehvertrag rechnen.

ARD und ZDF wollen die Zusammenarbeit mit dem DSV um ein weiteres Jahr bis Ende 2009 verlängern. „Wir haben Einigkeit erzielt, dass es 2009 weiter geht. Wir haben uns über die Konditionen verständigt. Ich gehe davon aus, dass wir uns relativ schnell einig werden“, sagte die Geschäftsführerin der Sportrechte-Agentur SportA, Maike Bremer, der Deutschen Presse-Agentur dpa.

Der Abschluss wäre ein Lichtblick für den DSV, dem in diesem Jahr nach der fristlosen Kündigung seines Ausrüsters und Sponsors adidas Mitte Dezember etwa eine Million Euro an Sach- und Geldmitteln fehlt. Zur finanziellen Situation des Verbandes verweigerten DSV-Präsidentin Christa Thiel und andere Vorstandsmitglieder jeden Kommentar.

Nach dpa-Informationen wird es ein Schiedsgerichtsverfahren zwischen adidas und dem DSV geben, der die Kündigung des Herzogenauracher Sportartikelherstellers nicht akzeptiert. Nach andauernder Kritik an der angeblich fehlenden Konkurrenzfähigkeit seiner Schwimmanzüge hatte das Unternehmen nach den Kurzbahn-Europameisterschaften Mitte Dezember die Zusammenarbeit mit dem Verband mit sofortiger Wirkung beendet.

ARD und ZDF werden wie in den Vorjahren live von den deutschen Meisterschaften im Juni sowie vom Kurzbahn-Weltcup im November in Berlin berichten. Speziell beim Weltpokal soll nun der Start aller deutschen Top-Schwimmer verpflichtend sein. Im vergangenen Jahr hatte Doppel-Olympiasiegerin Britta Steffen bei ihrem Heim-Weltcup pausiert.

„Es wäre natürlich unschön, wenn so etwas noch einmal passieren sollte. Nach Möglichkeit sollten die Besten starten. So viele Stars haben wir ja nicht in Deutschland“, sagte Bremer, die den endgültigen Vertragsabschluss „in den nächsten 14 Tagen“, erwartet. Die Schwimm- Weltmeisterschaften in Rom übertragen die öffentlich-rechtlichen Programme im Juli wegen eines langfristigen Vertrags mit dem Weltverband FINA.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen