Schneebälle aus Val d'Isère

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Deutsche Presse-Agentur

Nicht alles spielt sich bei einer alpinen Ski-Weltmeisterschaft direkt auf der Piste ab. Die Deutsche Presse-Agentur dpa hat einige Randnotizen aus Val d´Isere zusammengetragen.

Das WM-Küken im eigenen Team gratulierte dem alten Schweizer Haudegen Didier Cuche auf ihre ganz persönliche Art zum WM-Titel im Super-G: Nach ihrem Lauf im Abfahrtstraining hob Lara Gut mit einem verschmitzten Lächeln die Hände und zeigte die Innenflächen ihrer Handschuhe. Mit dickem Filzschreiber standen dort auf zwei eigens angebrachten Klebestreifen die Worte: „Super“ und „Didier“.

Bei den Ski-Weltmeisterschaften im französischen Val d'Isère ist Maria Riesch mit einem glitzernden Helm unterwegs. Unzählige kleine Schmuckristalle schmücken den violetten Helm der 24 Jahre alten Partenkirchenerin. „Als ich ihn ausgepackt habe, war das wie ein Weihnachtsgeschenk, als mich die Kristalle angeglitzert haben. Das war schon toll“, sagte die zehnmalige Weltcup-Gewinnerin am Vorabend ihres Trainingssturzes. Während der gesamten Titelkämpfe sollte sie mit dem Helm starten. Danach wird das mehrere Tausend Euro wertvolle Stück für einen wohltätigen Zweck versteigert.

Am Abend nach dem Super-G der Damen beklagten sich die Trainer bei der Mannschaftsführersitzung beim FIS-Renndirektor Atle Skaardal darüber, dass es tags zuvor bei der Hangbefahrung noch keine farbige Streckenmarkierungen im Schnee gegeben habe. Skaardal bat um Verständinis: Man sei mit der blauen Lebensmittelfarbe sparsamer umgegangen als ursprünglich geplant, weil diese den Schnee stärker angreife als vermutet.

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