Schneebälle aus Val d'Isère

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Deutsche Presse-Agentur

Nicht alles spielt sich bei einer alpinen Ski-Weltmeisterschaft direkt auf der Piste ab. Die Deutsche Presse-Agentur dpa hat einige Randnotizen aus Val d´Isere zusammengetragen.

UNBEKANNT: Bei der Pressekonferenz des US-Teams hatte die Gesamt- Weltcupführende Lindsey Vonn alle Mühe, ins Medienzentrum zu gelangen. Die Amerikanerin hatte ihre Akkreditierung im Quartier vergessen. Erst nach langer Überzeugungsarbeit wurde Vonn Einlass gewährt. Da soll noch einer sagen, nur deutsche Ordner wären gründlich...

OHNE ÖSTERREICH: Beim obligatorischen Aufruf der anwesenden Nationen bei der Mannschaftsführersitzung wurden alle gemeldeten Teams aufgerufen - nur eine nicht. Ob eine Nation vergessen worden sei, fragte FIS-Renndirektor Atle Skaardal nach. „Austria“, rief Österreichs Cheftrainer Herbert Mandl. Zwischen Andorra, Australien und Weißrussland (Belarus) war die Alpenrepublik irgendwie durchgerutscht. Aber ein WM-Rennen ohne die führende Ski-Nation wäre undenkbar gewesen.

WM-STRESS: Nach ihrem achten Platz im Super-G-Rennen stellte sich Maria Riesch zunächst in der Mixed Zone den zahlreichen Fragen der Journalisten, doch damit war der Rede-Marathon für die deutsche WM-Hoffnung noch längst nicht zu Ende. „Wahrscheinlich nicht viel, ich habe ja abends schon wieder eine Pressekonferenz mit meinem Sponsor“, verriet die 24-Jährige auf die Frage nach ihrer Nachmittagsgestaltung und stapfte mit geschulterten Ski von dannen.

EXKLUSIV: Der WM-Veranstalter hatte zu einer Pressekonferenz geladen - fast keiner kam. Neben einem französischen Journalisten nahmen zwei deutsche Kollegen an dem Meeting teil. Die Übersetzungskopfhörer blieben in der Kiste und statt auf einem der mehreren hundert Sitzen Platz zu nehmen, wurden die drei Journalisten gleich aufs Podium gebeten.

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