Schlierenzauer gewinnt - Schmitt Fünfter

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Deutsche Presse-Agentur

Mit einem breiten Lachen verabschiedeten sich die deutschen Skispringer aus Zakopane.

Zwar gelang nach Platz drei von Martin Schmitt (Furtwangen) am Freitag diesmal nicht der erhoffte zweite Podestplatz, doch ein großartiges Mannschaftsergebnis sorgte für Zuversicht und Freude. Beim Sieg des österreichischen Überfliegers Gregor Schlierenzauer vor seinem Teamkollegen Wolfgang Loitzl und dem Schweizer-Weltcup-Spitzenreiter Simon Ammann wurde Schmitt Fünfter und lag damit unmittelbar vor Michael Uhrmann (Rastbüchl). Stephan Hocke (Schmiedefeld) als Elfter und Michael Neumayer (Berchtesgaden) als 13. vervollständigten den starken Auftritt, den Severin Freund (Rastbüchl) als 18. und Andreas Wank (Oberhof) als 22. mit Weltcup-Punkten untermauerten.

„Es ist absolut toll, wie sich die Mannschaft durch Martin inspirieren ließ. Mich freut besonders das Abschneiden von Freund, Wank und vor allem Hocke“, sagte Bundestrainer Werner Schuster, der auch nichts gegen einen weiteren Podestplatz von Schmitt einzuwenden gehabt hätte. „Er wollte noch mal angreifen, aber das ist heute nicht so gelungen“, sagte der Coach. Schmitt selbst, der 123,5 und 132 Meter weit sprang, sah es nicht verbissen. „Es war ein tolles Wochenende, ich bin hoch zufrieden. Im ersten Durchgang lief es nicht optimal. Da stimmte die Anfahrtsposition zum Tisch, der Absprung und die erste Flugphase nicht so richtig. Es war kein runder Sprung“, sagte der Schwarzwälder, der im zweiten Versuch jedoch seine wiedergewonnene Klasse nachwies.

Das gelang auch Michael Uhrmann, der zuletzt mit sich gehadert hatte. „Ich freue mich sehr. Ich war zuletzt irgendwie stehengeblieben. Jetzt, hoffe ich, geht es wieder voran. Im zweiten Versuch musste ich richtig gegenhalten, das ist gelungen. Aber dennoch: Es gibt noch viel zu tun“, meinte der Bayer auch angesichts der Tatsache, dass zahlreiche Athleten der ersten Reihe den Weltcup ausließen und sich gezielt auf die Weltmeisterschaften im Februar in Liberec vorbereiteten.

Die österreichischen Stars Schlierenzauer und Loitzl taten dies nicht. Mit ihren Siegen am Freitag und Samstag sorgten sie dafür, dass ihr Team im Jahr 2009 weiter ungeschlagen bleibt und mit sieben Siegen hintereinander einen Rekord aufstellte. „Man muss schon an die eigene Perfektion herankommen, um Anschluss an die zwei zu halten. Aber es ist nicht mein Ziel, sie schon beim nächsten Weltcup zu bezwingen“, lobte Schmitt die schier übermächtige Konkurrenz.

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