Schlechteste WM für Freestyler und Skicrosser

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Deutsche Presse-Agentur

Ein Jahr vor den Olympischen Winterspielen in Vancouver weckt das schlechteste Abschneiden von Skicrossern und Freestylern bei einer Weltmeisterschaft alles andere als Vorfreude.

Zum Abschluss der Titelkämpfe in Inawashiro musste sich Marina Kaffka (Gaißach) als einzige deutsche Starterin am Wochenende auf der Buckelpiste mit den Plätzen 18 und 24 begnügen. Erstmals gab es bei den seit 1986 ausgetragenen Titelkämpfen nicht einmal eine Top-15- Platzierung für den Deutschen Skiverband (DSV).

„Die WM hier war eine sehr wichtige Erfahrung für mich. Für die nächste Saison werde ich mich mit den Erkenntnissen von hier sehr konzentriert vorbereiten und mein Bestes geben, um die Quali für Vancouver zu schaffen“, sagte die 21-jährige Kaffka nach den von der Japanerin Aiko Uemura gewonnenen Wettbewerben.

Vor zwei Jahren hatte Skicrosserin Alexandra Grauvogl Bronze geholt, diesmal war diese Sparte weit von Edelmetall entfernt. Das beste Ergebnis der drei Starter war ein 16. Platz von Heidi Zacher (Lenggries). „Das war nicht das, was man sich erwartet hat“, sagte Alpin-Direktor Wolfgang Maier, in dessen Sparte auch die Skicrosser fallen. Das „schwierige Thema“ Skicross solle nach dem Saisonende grundsätzlich diskutiert werden. „Auch nach einem Jahr Profisport hat sich Skicross nicht schnell genug weiterentwickelt für Olympia“, sagte Maier.

Zum Abschluss war bei den Herren-Wettbewerben der Freestyler auf der Buckelpiste, die von Patrick Deneen (USA) und Alexandre Bilodeau (Kanada) gewonnen wurden, kein Deutscher am Start. Für das Abschneiden von Kaffka hatte Bundestrainer Enno Thomas Verständnis. Wenn man viel Risiko fahre, passierten schnell Stürze, sagte er, „und dann hat man keine Chance mehr auf eine gute Platzierung“. Beste Nation war Kanada mit zweimal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze.

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