Schiedsrichter-Tagung mit Bundesliga-Vertretern

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Deutsche Presse-Agentur

Erstmals mit Funktionären und Trainern aus der 1. und 2. Bundesliga halten die deutschen Schiedsrichter in Mainz ihre Halbzeittagung ab.

„Das ist in dieser Form neu“, erklärte Eugen Strigel, der Schiedsrichter-Lehrwart des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), der Deutschen Presse-Agentur dpa. Dies habe aber nichts mit den vermehrten Auseinandersetzungen zwischen den Vereinsverantwortlichen und den Unparteiischen zu tun, die in den Hinrunde aufgekommen waren. „Wir haben schon lange gesagt, dass wir die Zusammenarbeit verbessern wollen“, sagte Strigel.

Die Diskussion mit den Vereinsvertretern ist auf zwei Stunden angesetzt, „da können sie ihre Wünsche, Sorgen und Nöte vortragen“ (Strigel). Eine komplette Teilnehmerliste kann der DFB erst am 21. Januar vorlegen. Zugesagt haben aber beispielsweise schon Leverkusens Trainer Bruno Labbadia und Sportdirektor Rudi Völler. Nicht dabei sein wird Bayern-Manager Uli Hoeneß, der beim Runden Tisch am 17. November in München mitwirkte und danach betonte hatte: „Es gibt keine Verrohung der Sitten.“

Damals hatte man sich darauf verständigt, sich bei der Halbzeittagung erneut auszutauschen. „Am Runden Tisch waren eben nur ein paar Vereine beteiligt“, sagte Strigel. Zu diesen gehörte auch der VfL Wolfsburg mit seinem Trainer Felix Magath: Der Coach liegt mit dem DFB seit Wochen im Clinch, weil er sich weigert, eine 10 000- Euro-Strafe wegen Schiedsrichter-Beleidigung zu bezahlen.

Für die 42 Schiedsrichter der 1. und 2. Liga stehen in Mainz drei Schwerpunkte auf dem Programm: einheitliche Regelauslegung, Zusammenarbeit zwischen Schiedsrichter und ein Referat zum Thema Körpersprache. Ein Leistungstest ist nicht vorgesehen, vor den DFB- Pokalspielen in der kommenden Woche sei das Verletzungsrisiko, so Strigel, zu groß.

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