SC Freiburg ärgert Borussia Dortmund und zieht mit dem FC Bayern gleich

Lesedauer: 5 Min
SC Freiburg - Borussia Dortmund
Luca Waldschmidt von Freiburg bejubelt den 1:1-Ausgleichstreffer. (Foto: Patrick Seeger / dpa)

Es gab Minuten, da durften sie träumen, noch mehr als ohnehin schon dieser Tage. Vom Märchen, das einfach immer weiter geht. Dann kamen Rückschläge und am Ende doch der große Jubel. Der SC Freiburg kommt zum nicht mehr erwarteten 2:2 (0:1) Unentschieden gegen Borussia Dortmund.

So endet er spektakulär. Der Ligagipfel. Das Bundesligaspitzenspiel. Und eben am 7. Spieltag nicht irgendwo in Mönchengladbach, Leipzig oder  Leverkusen, sondern im Breisgau!

Der SC, diese Saison bislang das Überraschungsteam, auch wenn die Badener sich selbst schon beinahe vereinspolitisch im jahrzehntelangen Dauerunderstatement üben. Die Ausgangslage vor der 2:2 war daher das Dauerthema.

BVB mit einigen Schürfwunden

Auf der einen Seite der SCF, bis dato Tabellendritter und mental in neuen Höhen, auf der anderen Seite der leicht kriselnde BVB. Die Borussia aus Dortmund, die hoch ambitioniert gestartet, zuletzt vor allem in der Bundesliga sich aber einige Schürfwunden holte.

Und sind jene nach dem 2:0-Sieg am Mittwoch gegen Slavia Prag und eben dem Punktverlust beim SC wieder mächtig aufgerissen.

Und hatten die Freiburger unerwartet viele klare Chancen. Egal ob Gian-Luca Waldschmidt (17.) per Fernschuss oder Kapitän Christian Günter (25.) aus 16 Metern oder eben durch die Tore durch Waldschmidt (55.) und beim Eigentor durch Manuel Akanji (89).

Schon früh zeichnete sich ab: heute ist was möglich, von spielerisch weit unterlegen war lange Zeit im Schwarzwaldstadion nichts zu merken. Aber war es der BVB, der nach einer Eckball von Thorgan Hazard vorlegte. Axel Witzel (20.), der per sehenswerter Direktabnahme an Alexander Schwolow vorbei das Toreschießen eröffnete. 

Freiburg mühte sich in der Folge nach Kräften und bot ordentlich Paroli, auch wenn die Dortmunder die weitaus größeren Spielanteile hatten. 

Das Träumen startete von vorn

Dann schallte ein Name durch das Stadion. Die letzten Woche und Monate bekannt geworden in ganz Fußball-Deutschland: Lucaaa Waldschmidt. Es lief die 55. Minute, Lukas Kübler spielt einen gefühlvollen Chipball auf Jonathan Schmid, der legt in die Mitte, aus der Waldschmidt die Kugel per Aufsetzer im Tor versenkt. Ausgleich. Das Träumen startete von vorn.

Gedanken an die nächste Überraschung, den zweiten Tabellenplatz - am 8. Spieltag. Oder ging sogar noch mehr? 

Die schnelle und niederschmetternde Antwort? Nein! Aschraf Hakimi krönte seine Woche. Vorerst (1). Nach zwei Toren in der Champions League war es der Marokkaner, der einfach mal abzieht und das Tor wohl verfehlt hätte, wäre nicht die Wade von Kübler im Weg gewesen. Für die Freiburger der klassische „zuerst hatten wir kein Glück, dann kam auch noch Pech dazu“-Moment.

Die kämpften und erkämpften sich ihr Happy End. Eine letzte Chance, viel Gewusel, Vincenco Grifo knallt einfach  auf Verdacht in die Mitte und erwischt Akanji. Drin. Tor. Ausgleich. Das badische Märchen geht weiter. Zweiter Tabellenplatz, punktgleich mit dem Tabellenführer, den die anderen Badener aus Sinsheim zuhause erlegen. Das Mrächen lebt und in Dortmund bleiben die Zeiten bescheiden.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen