Sauberer Pferdesport: Maßnahmen erst später

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Deutsche Presse-Agentur

Die von Deutschlands großen Turnierveranstaltern bis zum März geforderten Maßnahmen im Kampf für einen sauberen Pferdesport wird es zu diesem Zeitpunkt nicht geben.

„Diesen Zeitplan werden wir nicht einhalten können“, sagte in Leipzig Sönke Lauterbach, der neue Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). „Man kann das nicht aus dem Boden stampfen. Wir müssen uns die notwendige Zeit lassen.“ Lauterbach versprach aber, dass sauberer Sport eines der wichtigsten Ziele seiner Arbeit sei.

„Es ist ein ganzes Paket angeschoben worden, und es wird weitergeführt“, sagte der 35-Jährige aus dem westfälischen Halle. Lauterbach warb allerdings um Geduld. „Die Überarbeitung der Rechtsordnung geht nicht in drei Monaten, wenn man es richtig machen will.“ Bei einer derart schnellen Umsetzung „hätte es Fehler gegeben“. Er wies zudem darauf hin, dass nationale Lösungen nur bedingt helfen.

Die großen Turnierveranstalter hatten im Oktober in einem umfassenden Maßnahmenkatalog unter anderem gefordert, dass bei Doping und bei verbotener Medikation die Strafen verschärft und Turnierpferde durch die Anti-Doping-Agenturen NADA und WADA wie Leistungssportler behandelt werden müssen. Es geht ihnen vor allem um Dopingproben im Training. Die Pferde werden derzeit nur bei den Turnieren kontrolliert, die Kader-Reiter hingegen auch im Training. Die FN und die nationale Agentur NADA arbeiten derzeit an einem Konzept.

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