Sachenbacher-Stehle Sprint-Sechste - Herren-Debakel

Lesedauer: 4 Min
Deutsche Presse-Agentur

Evi Sachenbacher-Stehle jubelte über eines ihrer besten Karriere-Ergebnisse in einem Klassik-Sprint, Deutschlands Langlauf-Herren erlebten zum Auftakt des Weltcup-Finales in Stockholm dagegen ein Debakel.

Während die 28-Jährige aus Reit im Winkl zum vierten Mal in ihrer Laufbahn bei einem Sprint in der klassischen Technik auf Rang sechs kam, schieden in Axel Teichmann, Jens Filbrich, Tobias Angerer, René Sommerfeldt und Tom Reichelt alle fünf Läufer des Deutschen Skiverbandes (DSV) in der Qualifikation aus. Die Siege sicherten sich die Slowenin Petra Majdic und der Norweger Johan Kjølstad.

„Ich habe mich zuerst etwas wacklig gefühlt. Aber dann ist es von Lauf zu Lauf besser gegangen. Ich bin überglücklich“, sagte Sachenbacher-Stehle. In Salzburg 2001, Drammen 2006 und Stockholm 2008 hatte sie ebenfalls den sechsten Platz belegt - besser war sie in ihrer Karriere in der ungeliebten Technik nie. „Damit war nicht unbedingt zu rechnen, deshalb bin ich natürlich sehr zufrieden. Das ist eine gute Grundlage für die ausstehenden Rennen“, lobte Bundestrainer Jochen Behle.

Ein anderes Bild bot sich bei den Herren, die im bisherigen Saisonverlauf für die Top-Resultate gesorgt hatten. Vor allem für Teichmann, der als 31. nur um 17/100 Sekunden scheiterte, bedeutete das Aus einen herben Rückschlag im Kampf um den dritten Platz im Gesamtklassement. „Das wird nun mehr als schwer für ihn. Er ist müde und angeschlagen, denn es war eine lange Saison für ihn“, so Behle.

Das insgesamt schlechte Abschneiden kam für ihn nicht unerwartet. „Wir wussten vorher, dass wir uns in der klassischen Technik kaum gut verkaufen können. Der Einzige, der es hätte schaffen können, war Axel.“ Teichmann selbst nahm sein Scheitern gelassen. „Leider hat es für mich wieder nicht gereicht. Aber die Kulisse ist einfach Klasse. Stockholm ist immer eine Reise wert“, sagte der Bad Lobensteiner.

Der Sprint-Wettbewerb in der schwedischen Hauptstadt bildete den Auftakt des Weltcup-Finals, das am Wochenende in Falun fortgesetzt wird. Die Sieger bei den vier Etappen erhalten jeweils 50 Punkte, für den Gesamterfolg gibt es noch einmal 200 Zähler. Gewertet werden in allen Rennen und bei der Endabrechnung die ersten 30 Athleten. Die Zeiten aus den Wettbewerben werden für das Weltcup-Finale addiert. „Ich habe schon viele Rennen in den Beinen, das wird noch einmal hart. Aber ich werde mein Bestes geben“, erklärte Teichmann. Sachenbacher- Stehle sieht dem Saisonabschluss dagegen erwartungsfroh entgegen. „Ich freue mich auf Falun“, meinte die Bayerin gut gelaunt.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen