Südafrika: Gut vorbereitet für Fußball-WM

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Deutsche Presse-Agentur

Genau 500 Tage vor dem Anpfiff zur ersten Fußball-Weltmeisterschaft auf afrikanischem Borden sieht sich Organisator Südafrika gut aufgestellt.

„Wir bewegen uns jetzt in die operative Phase; vor uns liegt ein Jahr voller Ereignisse und Herausforderungen“, sagte Danny Jordaan, Geschäftsführer des Nationalen Organisationskomitees (NOK). Der Confederations Cup als WM-Generalprobe im Juni und die WM-Gruppen-Auslosung im Dezember zählten zu den Höhepunkten des Jahres, sagte er. Auch der Weltverband FIFA bescheinigte dem Kap-Staat, dass die immer wieder angezweifelte rechtzeitige Fertigstellung der WM-Stadien keine Probleme bereite.

„Ich bin nicht mehr über die Stadien besorgt, sondern darüber, was um die Stadien herum passiert“, sagte FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke auf der gemeinsamen Pressekonferenz in Johannesburg mit Blick auf Unterkunft, Infrastruktur und Unterhaltung. Als Problembereiche sehen die Organisatoren vor allem den Transport und den Ticketverkauf an, der von den Südafrikanern traditionell in letzter Minute getätigt wird. Beim Transport gebe es noch einige Herausforderungen, die bis zur WM 2010 aber gelöst seien, meinte Jordaan. Die internationale Finanzkrise spiele dagegen bisher keine Rolle, sagte Valcke. Keiner der WM-Sponsoren habe die FIFA um Neuverhandlungen gebeten. „Ich bin nicht in Sorge, wenn es um unsere kommerziellen Partner geht.“

Weniger Sorge bereitet den Gastgebern nach eigenen Angaben auch die aus dem Nachbarland Simbabwe übergreifende Cholera, an der in Südafrika mittlerweile 5 000 Menschen erkrankt und 36 gestorben sind. Jordaan geht davon aus, dass die Cholera-Epidemie keine Auswirkungen auf die Besucherzahlen beim Confederations Cup im Juni haben werde. Dem Ausbruch der Cholera, die auch die Flüsse im Krüger-Nationalpark verseucht hat, liege ein politisches Problem in Simbabwe zugrunde. Jordaan: „Wir sind der Ansicht, dass es vor der WM einen (politischen) Durchbruch (in Simbabwe) geben wird.“ Dann würde auch das humanitäre Problem durch die schwere Krise dort gelöst werden.

Vor der mit gut einer Stunde Verspätung begonnenen Pressekonferenz hatte der NOK-Vorstand mehrere mittlerweile abgewählte Minister durch die aktuellen Amtsinhaber offiziell ersetzt und zugleich eine Gremiums-Aufstockung von maximal 20 auf 25 Mitglieder beschlossen. Am Confed Cup vom 14. bis 28. Juni 2009 nehmen neben Gastgeber Südafrika und Weltmeister Italien auch noch die sechs Kontinental-Meister aus Brasilien, Spanien, USA, Irak, Neuseeland und Ägypten teil. Die Spielorte sind Johannesburg, Pretoria, Rustenburg und Bloemfontein.

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