Russen vor Pflicht gegen Vogts-Elf

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Deutsche Presse-Agentur

Russlands Fußballer wollen sich von Außenseiter Aserbaidschan mit dem deutschen Trainer Berti Vogts auf dem Weg nach Südafrika nicht stoppen lassen.

„Wenn wir von Beginn an konzentriert auftreten, gehen wir als Sieger vom Platz. Wenn nicht, warten auf uns 90 schwere Minuten“, sagte Coach Guus Hiddink, der für das Duell gegen die in drei Qualifikationsspielen torlos gebliebenen Kaukasus-Kicker und die Partie vier Tage später in Liechtenstein seinen Zweitjob beim FC Chelsea ruhen lässt. Mit einem Sieg in Moskau soll der Kontakt zu Spitzenreiter Deutschland gehalten werden. Im zweiten Spiel der Gruppe 4 kämpfen Wales und Finnland in Cardiff um den Anschluss an die beiden Top-Teams in der WM-Qualifikation.

Vogts erwartet von seinen Spielern in Russlands Hauptstadt kein Wunder, hofft aber auf ein achtbares Resultat. „Meine Mannschaft sollte physisch und psychisch fit sein. Wir haben in den vergangenen Monaten viel unternommen, um das Spielverständnis zu verbessern. Jetzt handelt es sich um eine homogene Mannschaft, die in der Lage ist, anständig Fußball zu spielen“, glaubt der Europameister-Coach von 1996. Seit seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr gelang den Aserbaidschanern allerdings erst ein Sieg: Am 15. Oktober mit 2:1 im Test gegen Bahrain. Selbst gegen Fußball-Zwerg Liechtenstein war die Vogts-Elf nicht über ein torloses Remis hinausgekommen.

Trotz der auf dem Papier leichten Aufgabe wollen die Russen den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen. „Wir dürfen keine Punkte abgeben, obwohl Vogts alles tun wird - auch aus Solidarität zu unserem deutschen Konkurrenten“, sagte Kapitän Sergej Semak von Meister Rubin Kasan. Auch Hiddink warnt seine Spieler: „Es ist sicher kein Topteam, aber ein Unterschätzen wäre fatal. Vogts ist ein erfahrener Trainer. Seine Mannschaft ist in der Lage, jede Nachlässigkeit zu bestrafen.“

Die Vorbereitung der Waliser auf die Duelle gegen die Suomis und vier Tage später gegen die deutsche Nationalmannschaft wurde getrübt durch die Ungewissheit um die Spielfähigkeit von Craig Bellamy. Der Top-Stürmer hatte zuletzt drei Wochen lang wegen einer Knieverletzung pausieren müssen. Ohne den 29-Jährigen würde das Team von Coach John Toshack im Angriff an Schlagkraft verlieren. Dennoch soll mit einem Erfolg gegen Finnland Platz drei in der Gruppe gefestigt werden.

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