Rostock auf Abstiegskurs - Wehen abgeschlagen

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Deutsche Presse-Agentur

Der SV Wehen Wiesbaden ist kaum noch zu retten, aber auch Hansa Rostock schwebt weiter in akuter Abstiegsgefahr.

Zum Auftakt des 25. Spieltags der 2. Fußball-Bundesliga holten die Hanseaten beim glücklichen 1:1 (1:1) bei TuS Koblenz einen Punkt, doch nach nunmehr schon acht Spielen ohne Sieg droht ihnen der bittere Gang in die dritte Liga. Schlusslicht Wiesbaden verlor das Derby beim FSV Frankfurt mit 1:2 (0:1) und kann sich mit zehn Punkten Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz kaum mehr in Sicherheit bringen. Keine Tore fielen in der Partie zwischen Aufsteiger Rot-Weiß Oberhausen und dem VfL Osnabrück.

Auch im zweiten Spiel unter der Regie des neuen Trainers Andreas Zachhuber warteten die auswärts weiterhin sieglosen Rostocker vergeblich auf den Befreiungsschlag und stecken als Vorletzter weiterhin im Tabellenkeller fest. Die Rote Karte gegen Torjäger Fin Bartels (90. Minute) wegen groben Fouls verschärft die Lage. „Der Punkt ist sehr wertvoll, und ich bin überzeugt, dass wir noch die nötigen Siege holen werden“, meinte Zachhuber nach der Partie.

Die TuS war im zweiten Durchgang die klar bessere Mannschaft, konnte sich gegen die wacklige Hansa-Abwehr aber nicht entscheidend durchsetzen. Nach der Hansa-Führung durch Kevin Schindler (9. Minute) gab Rostock das Spiel immer mehr aus der Hand. Koblenz nutzte seine Chance und kam durch Du-Ri Cha (20.) zum verdienten Ausgleich.

Mit dem knappen, aber verdienten Erfolg im Derby gegen Wehen Wiesbaden setzte der FSV Frankfurt seinen Aufwärtstrend fort und machte mit dem fünften Heimsieg nacheinander einen weiteren Schritt in Richtung Klassenverbleib. Oualid Mokhtari (15.) und der Peruaner Junior Ross (81.) stellten Frankfurts sechsten Heimsieg sicher, der nach dem Anschlusstor durch Marcel Ziemer (83.) aber noch einmal in Gefahr geriet. Wehen ging zum siebten Mal in Serie als Verlierer vom Platz und wartet in dieser Saison weiter auf den ersten Auswärtssieg.

Die zu Hause seit fünf Partien ungeschlagenen Oberhausener verpassten zwar den dritten Heimsieg hintereinander, haben bei 35 Punkten den Klassenerhalt so gut wie sicher. Beim besseren, aber im Abschluss unglücklichen VfL geht trotz des verdienten Punktgewinns das Zittern weiter. Für zusätzliche Unruhe sorgen die Differenzen zwischen Trainer Claus-Dieter Wollitz und Torwart Stefan Wessels, der in Oberhausen nicht einmal auf der Ersatzbank saß und erneut von Tino Berbig vertreten wurde.

Ein kurioser Zwischenfall hatte den Anpfiff zur zweiten Halbzeit verzögert. Wegen Kreislaufproblemen konnte Schiedsrichter-Assistent Stefan Schlott seinen Dienst an der Seitenlinie nicht mehr ausüben. Nachdem ein neuer dritter Mann gefunden worden war, wurde die Partie mit 15 Minuten Verspätung fortgesetzt.

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