Rose gewinnt mit Gladbach gegen Mainzer Kumpel Schwarz

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FSV Mainz 05 - Bor. Mönchengladbach
Der Mainzer Alexander Hack (l) im Kampf um den Ball gegen Gladbachs Nico Elvedi. (Foto: Torsten Silz / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Eric Dobias

Marco Rose genoss die erfolgreiche Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte und den Sieg gegen Trainer-Freund Sandro Schwarz eher im Stillen.

Nach dem 3:1 (1:1) beim FSV Mainz 05 verkniff sich der neue Coach von Borussia Mönchengladbach jegliches Triumphgeheul. „Was Sandro nicht braucht, ist Mitleid“, sagte Rose. „Es war ein Duell auf Augenhöhe, in dem das Momentum auf unserer Seite war.“

Nach der Mainzer Führung durch Robin Quaison in der 18. Minute drehten Stefan Lainer (31.), Alassane Plea (77.) und Breel Emobolo (80.) vor 28.005 Zuschauern die Partie. Gladbach rückte dank des ersten Saisonsieges mit vier Punkten in die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga vor, die Mainzer finden sich nach zwei Spieltagen ohne Zähler im Tabellenkeller wieder. „Die Niederlage ist extrem ärgerlich“, sagte Schwarz. „Wie in Freiburg sind wir nach dem Rückstand aus dem Spiel geflogen.“

Die früheren Mainz-Profis Schwarz und Rose, die einst in einer WG zusammen wohnten und seither dicke Freunde sind, sahen in einem intensiven Spiel zunächst einen schwungvollen Gastgeber, bei dem nach den bitteren Pleiten in Kaiserslautern (Pokal) und Freiburg (Bundesliga) keine Verunsicherung zu spüren war.

Zwar bot sich den Gästen die erste Chance, als FSV-Torwart Florian Müller einen Kopfball von Marcus Thuram (14.) über die Latte lenkte. Doch wenig später jubelten die Hausherren. Einen Freistoß von Daniel Brosinski verlängerte Quaison per Kopf ins lange Eck zum verdienten 1:0.

Auch nach der ersten Trinkpause Mitte der ersten Halbzeit kamen die Gladbacher weiter ins Schwitzen - und das nicht nur wegen der hochsommerlichen Temperaturen. Mainz agierte laufstark und bissig in den Zweikämpfen, so dass die Borussia kaum einmal zu gefälligen Kombinationen fand. Beim Ausgleich half eher der Zufall mit, als Lainer der Ball im Strafraum unvermittelt vor die Füße fiel.

Gladbach bekam danach etwas mehr Zugriff, ließ aber weiter den nötigen Zug zum Tor vermissen. Den zeigten kurz vor der Pause noch einmal die Gastgeber, doch Karim Onisiwo scheiterte völlig frei am gut reagierenden Gäste-Torwart Yann Sommer.

Nach einer Stunde mussten die 05er dem hohen Tempo dann Tribut zollen. Die Borussen hatten nun mehr Platz, sich spielerisch zu entfalten, und verlagerten das Geschehen zunehmend in die gegnerische Hälfte. Dennoch hätte Mainz erneut in Führung gehen können, aber ein Kopfball von Onisiwo (65.) strich knapp am Pfosten vorbei.

Das rächte sich in der Schlussphase. Zunächst traf Plea mit einem Freistoß aus knapp 20 Metern, wobei FSV-Keeper Müller keine gute Figur machte. „Das Tor geht ganz klar auf meine Kappe“, räumte er zerknirscht ein. Kurz nach der Führung schloss der eingewechselte Embolo einen Konter eiskalt ab und sorgte damit für die Entscheidung. „Es war ein ganz schwieriges Spiel“, bilanzierte Rose nach seinem ersten Sieg als Bundesliga-Trainer. „Wir sind glücklich, dass wir gewinnen konnten.“

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