Rückschlag für DSV-Springer: Uhrmann fällt aus

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Deutsche Presse-Agentur

Martin Schmitt versprühte vor dem Auftakt der Team-Tour Optimismus, doch die Hoffnungen der deutschen Skispringer auf einen Podestplatz im Mannschafts-Springen in Willingen haben durch den kurzfristigen Ausfall von Michael Uhrmann einen herben Dämpfer erhalten.

Der 30-Jährige aus Rastbüchl fehlt wegen einer verschleppten Erkältung und soll frühestens auf der zweiten Station in Klingenthal in den Weltcup zurückkehren. „Das ist natürlich ein Rückschlag. Es wird nicht einfach sein, ihn zu ersetzen. Schon mit Uhrmann ist es schwer, einen Podestplatz zu erreichen. Ohne ihn wird es sicher nicht leichter“, dämpfte Bundestrainer Werner Schuster am Freitag die Erwartungen.

Seit dem Skifliegen in Bad Mitterndorf Mitte Januar plagt sich Uhrmann mit Problemen in den Stirnhöhlen. Um seinen Start bei den Weltmeisterschaften in zwei Wochen in Liberec nicht zu gefährden, entschied sich der Bayer gemeinsam mit Schuster für eine Wettkampfpause. „Wir waren der Meinung, dass er nicht auf dem höchsten Level springen kann. Wichtig ist, dass er völlig gesund nach Liberec fährt. Für die WM sehe ich derzeit keine Gefahr“, sagte Schuster.

Wer der vierte Springer für den Mannschafts-Wettbewerb in Willingen neben den für die WM gesetzten Schmitt, Michael Neumayer und Stephan Hocke sein wird, wollte der Coach nach der Qualifikation für das Einzel-Springen entscheiden. Um den freien Platz bewerben sich Severin Freund, Julian Musiol und Christian Ulmer. „Wir werden nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern die Ärmel hochkrempeln. Vielleicht wachsen die anderen über sich hinaus“, erklärte Schuster.

Das hofft auch Schmitt, der sich im Gegensatz zu Uhrmann nach einem Kurz-Urlaub gut erholt präsentierte und der neuen Wettkampfserie erwartungsfroh entgegensieht. „Mein Appetit auf das Skispringen ist groß. Die Team-Tour bildet den Startschuss für den Saison-Höhepunkt WM. Ich hoffe, dass wir mit dem Team einen guten Tag erwischen und einen guten Start hinlegen“, sagte Schmitt.

Nach seiner Pause beim Weltcup in Sapporo will der 31-Jährige schnell wieder den Rhythmus aufnehmen und vor heimischem Publikum an die guten Leistungen im bisherigen Saisonverlauf anknüpfen. „In Willingen sind die Fans immer sehr euphorisch. Das spornt zusätzlich an. Ich will der gestiegenen Erwartungshaltung mit guten Sprüngen gerecht werden“, erklärte Schmitt. Die neue Serie ist nach seinem Geschmack: „Team-Wettbewerbe haben einen ganz besonderen Reiz. Da geht man mit einer ganz anderen Spannung rein.“

In den Kampf um die Siegprämie von 100 000 Euro werden Schmitt & Co. aber kaum eingreifen können. „Die Österreicher bei einer solchen Tournee zu schlagen, wird sehr schwierig sein. Sie sind der Top- Favorit“, sagte Schuster. Von seinen Athleten fordert er trotzdem eine optimale Leistung: „Wegen des Geldes springt keiner weiter.“

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