Rückkehr des Tigers: Woods-Empfehlung für Masters

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Deutsche Presse-Agentur

Der Tiger ist zurück, das Masters kann kommen: Zwei Wochen vor dem ersten Major-Turnier der Saison hat sich der beste Golfspieler der Welt eindrucksvoll zurückgemeldet.

Mit dem Sieg beim Arnold Palmer Invitational in Orlando räumte Woods alle Zweifel an seiner weiteren Vormachtstellung auf der US-PGA-Tour aus. „Mein Gott, tut das gut“, jubelte Tiger Woods nach dem 66. Turniersieg seiner Karriere, für den er 1,08 Millionen US-Dollar kassierte. Wichtiger als das Preisgeld war für den Multi-Millionär aber die Erkenntnis, dass er nach seiner achtmonatigen Verletzungspause in Folge einer schweren Knie-Operation endgültig wieder der Alte ist.

„Dieser Erfolg bestätigt alles, was ich versucht habe zu tun“, sagte der 33-Jährige, der sich auf der Schlussrunde ein packendes Duell mit dem bis dato Führenden Sean O'Hair lieferte. Nach dem entscheidenden Birdie-Putt am 18. Loch drehte sich Woods jubelnd um und sprang seinem Caddie Steve Williams in die Arme. „Es fühlt sich so an, als wären wir nie weggewesen. Du musst nur wissen, wie es geht“, sagte der Weltranglistenerste.

Mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht und im marine-blauen Sieger-Sakko verließ der 14-fache Major-Sieger das Gelände - die Gewissheit im Kopf, dass er in 14 Tagen auch beim Masters in Augusta (US-Bundesstaat Georgia) um den Turniersieg mitspielen kann. Die dortige prestigeträchtige grüne Gewinner-Jacke ist das große Ziel, das Woods auch während seiner langen Rehabilitations-Zeit immer wieder angetrieben hat. „Ich war seit meinem Sieg bei den US Open im letzten Jahr nicht mehr so weit vorne. Es hat gut getan, auf den letzten Bahnen wieder das Adrenalin zu spüren“, sagte Woods.

Die ersten beiden Auftritte nach seinem Comeback hatten noch Zweifel gesät, ob der Branchenprimus tatsächlich an seine alte Form anknüpfen kann. Bei der Match Play Championship Ende Februar schied er in der zweiten Runde aus, die WGC-CA Championship in Miami beendete der erfolgsverwöhnte Perfektionist mit einem für ihn enttäuschenden neunten Rang.

Auch in Orlando lief Woods der Musik anfangs hinterher. O'Hair, der drei Tage lang sein bestes Golf gespielt hatte, ging mit einem Fünf-Schläge-Vorsprung in die Schlussrunde. Doch als es darauf ankam, zeigte der 26-Jährige Nerven, während Woods zur Höchstform auflief. Bis zum 14. Loch hatte der Tiger den Rückstand wettgemacht, danach wechselte die Führung hin und her.

Die Entscheidung fiel schließlich auf der letzten Bahn. Woods setzte seinen Putt zum Birdie (eins unter Par) an, begab sich in die Hocke, lehnte sich zurück und verfolgte den Lauf des Balles. Dieser fiel ins Loch, Woods' sechster Sieg bei dem Einladungsturnier und die größte Aufholjagd seine Karriere waren perfekt. Und mit ihnen die Botschaft: Der Sieg beim Masters in Augusta geht nur über den Tiger.

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