Putin sichert Finanzierung für Olympia 2014 zu

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Deutsche Presse-Agentur

Russlands Regierungschef Wladimir Putin hat dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) ungeachtet der Wirtschaftskrise die volle Finanzierung der Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi zugesichert.

Die Finanzierung der Spiele durch den russischen Staatshaushalt sei sichergestellt, sagte Putin bei einem Treffen mit dem IOC-Koordinator Jean-Claude Killy in Sotschi. Russische Medien hatten zuvor berichtet, dass der rasante Wertverlust des Rubels infolge der Finanzkrise die Veranstalter vor immer größere Probleme stelle.

Als erste Großsponsoren der Spiele im Schwarzmeer-Kurort wurden am Samstag im Bereich Telekommunikation die russischen Unternehmen Rostelekom und Megafon präsentiert. Die beiden Konzerne hätten zugesagt, die Rekordsumme von 500 Millionen Dollar (387 Millionen Euro) bereitzustellen. Knapp die Hälfte der Summe solle in die Modernisierung der Infrastruktur am Austragungsort der Winterspiele gesteckt werden.

In den russischen Medien wird seit längerem spekuliert, dass sich die ursprünglich veranschlagten Kosten von knapp zehn Milliarden Euro verdreifachen könnten. Bis heute gibt es fast alle Wettkampfstätten, Straßen und Hotels nur auf dem Papier. Putin versprach, dass in diesem Jahr die Bauarbeiten für alle Projekte beginnen sollen.

Das IOC hatte die Russen Ende des Vorjahres angesichts von Infrastrukturproblemen und Bauverzögerungen in Sotschi eindringlich zur Eile gemahnt. Russland hatte den Zuschlag für Sotschi in einer Boomphase der Wirtschaft erhalten. Der weltweite Preisverfall für Rohstoffe trifft das Staatsbudget sehr hart. Russland muss 2009 erstmals seit einem Jahrzehnt einen Nachtragshaushalt mit deutlichem Defizit verabschieden.

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