Pokal: Chelsea souverän, „ManU“ brillant

Lesedauer: 3 Min
Deutsche Presse-Agentur

Michael Ballacks FC Chelsea marschiert, Konkurrent Manchester United brilliert: Im Gleichschritt zogen die Spitzenclubs ins Halbfinale des englischen Fußball-Pokals ein.

Der Elf des DFB-Kapitäns gelang mit dem 2:0 beim Zweitligisten Coventry City der fünfte Sieg im fünften Pflichtspiel unter Interims-Trainer Guus Hiddink. „ManU“ siegte beim FC Fulham mit 4:0 und spielte den Liga- Rivalen regelrecht an die Wand. „Nicht aufzuhaltendes Manchester planiert Fulham“, titelte die „Sunday Times“ treffend.

Matchwinner für Chelsea war einmal mehr Didier Drogba, der unter dem vor einem Monat geschassten Trainer Luiz Felipe Scolari oft missmutig wirkte und ein Joker-Dasein fristete. Doch unter Hiddink blüht der Stürmer von der Elfenbeinküste förmlich auf. Nach Drogbas 1:0 (15. Minute) brachte ein vom brasilianischen Innenverteidiger Alex abgeschlossener Konter (72.) die Entscheidung für Chelsea.

Zuvor hatte Ballack, der stark und mannschaftsdienlich spielte, schon das 2:0 schon auf dem Fuß gehabt, vergab aber aus kurzer Distanz (31.). Der Tabellen-13. der zweiten Liga, der den FA-Cup 1987 gewonnen hatte, konnte sich immerhin damit trösten, dass die Londoner in Bestbesetzung antraten - „das größte Kompliment“, meinte City- Trainer Chris Coleman. Chelsea, das am Dienstag im Champions-League- Rückspiel bei Juventus Turin antritt, nehme den englischen Pokal ebenso ernst wie Europas Fußball-Krone, betonte Hiddink.

Manchesters Trainer Alex Ferguson gönnte vor dem Rückspiel am Mittwoch gegen Inter Mailand seinem Star Cristiano Ronaldo eine Pause. Das Fehlen des Portugiesen fiel gegen Fulham aber nicht ins Gewicht. Nach verhaltenem Beginn spielten die „Red Devils“ ihre Klasse aus. Ein Doppelpack des Argentiniers Carlos Tevez (20./35.) leitete den Sieg ein, Wayne Rooney (50.) und Ji-Sung Park (81.) erhöhten nach der Pause zum 4:0-Endstand.

„Ein großartiger Auftritt von Tevez“, schwärmte Ferguson nach der „Meisterklasse in modernem Fußball“ („Independent on Sunday“), mit der der elfmalige Cup-Sieger zum 26. Mal ins Halbfinale des seit 1871 ausgespielten Verbandspokals einzog und eine neue Bestmarke setzte. „Man muss nicht nur ihre besten elf, sondern ihre besten 16 oder 18 Spieler fürchten“, stöhnte Fulhams Kapitän Danny Murphy, „das ist, was sie von Clubs wie Chelsea und Liverpool unterscheidet.“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen