Personalie Grindel für DFB-Ethikkommission abgeschlossen

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Reinhard Grindel
Für die DFB-Ethikkommission ist die Personalie Reinhard Grindel abgeschlossen. (Foto: Arne Dedert / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Ethikkommission des Deutschen Fußball-Bundes wird keine Anklage gegen den früheren Verbandspräsidenten Reinhard Grindel erheben.

Dies sagte der Gremiums-Vorsitzende Nikolaus Schneider in Frankfurt/Main dem ZDF. Die Kommission tagte im Fall des Schalker Aufsichtsratschefs Clemens Tönnies wegen dessen Afrika-Äußerungen.

Grindel sei kein Thema gewesen, sagte Schneider, erklärte jedoch: „Wir haben beschlossen, keine Anklage vor der Sportgerichtsbarkeit des DFB zu erheben. Wir denken, sein Rücktritt von allen Ämtern ist wirklich eine Sanktion.“

Diese Entscheidung kommt nicht überraschend, da Grindel keine Funktion mehr beim DFB hat. Er war am 2. April nach diversen Verfehlungen von seinem Amt zurückgetreten. Hauptgrund war ein Uhren-Geschenk des ukrainischen Oligarchen Grigori Surkis und die darauf folgende öffentliche Kritik. Den Wert der Uhr gab der Ex-DFB-Chef mit 6000 Euro an. Kritisiert wurde Grindel auch wegen eines Zusatzeinkommens von über 78.000 Euro für den Aufsichtsratsposten bei einer DFB-Tochtergesellschaft.

Der 57-Jährige hatte auch seine internationalen Spitzenpositionen im Weltverband FIFA und im europäischen Verband UEFA aufgegeben. Die Personalie Grindel sei abgeschlossen, sagte Schneider.

DFB-Ethikkommission

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