Pantelic-Abschied aus Berlin steht offenbar fest

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Deutsche Presse-Agentur

Für Marko Pantelic steht der Abschied von Hertha BSC wohl fest. Er habe der Clubleitung seine Bedingungen für eine Vertragsverlängerung vorgelegt, diese wurden abgelehnt und damit seien die Verhandlungen beendet, sagte er in einem Interview der Belgrader Zeitung „Vecernje novosti“.

„Ich bin frei und kann einen organisatorisch, finanziell und auf die Mannschaft bezogenen mächtigeren Club auswählen“, bestätigte der als launische und egozentrische „Diva“ verschriene Torjäger dem Blatt. Noch am Vortag hatte der Serbe in Berlin erklärt, seine Zukunft sei völlig offen und damit auch einen Verbleib bei Hertha nicht ausgeschlossen.

Nun nannte Pantelic aber erstmals Namen von Vereinen aus Italien, Spanien und England, die sich für ihn interessierten und sprach von konkreten Angeboten. Im Gespräch seien der FC Sevilla, AS Rom, FC Fulham und die Blackburn Rovers. „Alle sind bis auf weiteres im Spiel und wir werden sehen, wer das Rennen gewinnt“, bestätigte Pantelic, der Hertha mit seinem Doppelpack gegen Eintracht Frankfurt (2:1) auf Tabellenplatz zwei der Bundesliga geschossen hatte.

Vom Image des Egoisten will sich Pantelic aber in den verbleibenden fünf Monaten bei Hertha BSC lösen. „Man sollte mal sehen, wie viele Tore ich vorbereitet habe“, sagte er im „RBB-Sportplatz“. „Marko Pantelic scheint ein so großer Name zu sein, dass man mir nachsagt, ich sei ein Egoist“, meinte der Stürmer und fragte: „Wäre das auch so, wenn ich ein einheimischer Profi oder ein Spieler der deutschen Nationalmannschaft wäre?“

Pantelic wehrte sich außerdem gegen den Vorwurf, nur des Geldes wegen lange um einen neuen Kontrakt gepokert zu haben. „Ich gehöre nicht zu denjenigen, die Geld nehmen und in die Heimat zurückkehren. Ich habe mich immer mit Hertha identifiziert.“ Pantelic erklärte, das letzte Angebot von Hertha liege schon zehn Monate zurück und „war auch eher inoffiziell“. Ein neues Angebot gäbe es nicht, sagte der Torjäger, der sich gegen Frankfurt eine Knie- und Knöchelverletzung zugezogen hatte und dem damit eine längere Zwangspause droht.

War Pantelic gegen Eintracht der strahlende Held im Olympiastadion, so sorgte er nur zwei Tage vorher für Unruhe, als er kurz vor zwei Uhr morgens vor einem Restaurant in Berlin fotografiert wurde. „In meinen vier Jahren bin ich vielleicht sieben oder achtmal nach zwölf Uhr ausgegangen“, beteuerte der Stürmer, der für das Überziehen des Zapfenstreichs 2000 Euro Strafe zahlen musste. „Aber Marko Pantelic wird wohl mit besonders scharfen Augen gesehen.“

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