Opposition will BDR-Führung um Scharping stürzen

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Deutsche Presse-Agentur

Bei den Präsidiumswahlen des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) am 21. März in Leipzig sollen Verbandschef Rudolf Scharping und Sportdirektor Burkhard Bremer gestürzt werden.

„Wir brauchen einen Neuanfang. Wir haben schon mehr als eine Handvoll der 17 Landesverbände hinter uns. Fachlich sind alle gegen Bremer“, sagte BDR-Ex-Vizepräsident Dieter Kühnle, der als Oppositionsführer gilt. Obwohl Bremer mehrfach in der öffentlichen Kritik stand, war sein Vertrag vor den Olympischen Spielen von Peking bis zu dessen Eintritt ins Rentenalter verlängert worden. Scharping hatte mehrfach deutlich gemacht, am 21. März für weitere vier Jahre kandidieren zu wollen.

Der ehemalige Journalist Kühnle will eine gesamte Mannschaft gegen den ehemaligen Verteidigungs-Minister Scharping, den er damals ins Amt geholt hatte, aufbieten: Als Präsident wird der 58-jährige Orthopäde Dieter Berkmann aus Miesbach, mehrfacher deutscher Bahn- Meister und Olympia-Teilnehmer 1976 in Montreal, gegen Scharping antreten. Ihm zur Seite stehen Karl Link, Olympiasieger 1964, Vierer- Weltmeister Gerd Strittmacher (1983), Olympiasieger Udo Hempel (1972) und Kühnle, der auf seinen alten Posten zurückkehren will. Den hatte er verlassen, weil er für Scharpings - seiner Meinung nach kritikwürdige - Anti-Doping-Politik nicht mitverantwortlich sein wollte.

„Es zählt zu den Rechten eines Landesverbandes einen Wahlvorschlag zu unterbreiten. Das ist ein ganz normaler demokratischer Vorgang“, hieß es dazu am Donnerstag offiziell aus der BDR-Pressestelle. Weder Bremer noch BDR-Generalsekretär Martin Wolf waren zu erreichen.

„Ich glaube, viele Aktive wären für eine neue Verbands-Spitze. So geht es nicht weiter“, sagte Ex-Weltmeister Mike Kluge, Trainer und Lebenspartner der vierfachen Cross-Weltmeisterin Hanka Kupfernagel (Werder/Denzlingen).

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