Olympiasiegerin von 2004 im Gehen war gedopt

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Deutsche Presse-Agentur

Die Dopingfälle im griechischen Sport nehmen kein Ende: Die Geher-Olympiasiegerin von 2004, Athanasia Tsoumeleka, ist bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 gedopt gewesen, teilte der griechische Leichtathletikverband (SEGAS) mit.

„Der Internationale (Leichtathletik) Verband IAAF hat uns informiert, dass auch die zweite Probe positiv getestet wurde“, teilte der Verband auf seiner Internetseite mit. Der Athletin droht jetzt eine zweijährige Sperre und ein Gerichtsverfahren. Sollte sie verurteilt werden, könnte dies eine Strafe von bis zu zwei Jahren Gefängnis bedeuten.

Tsoumeleka hatte bereits vor zwei Wochen vom eigenen Dopingvorfall erfahren. „Ich höre auf. Ich habe es satt mit dem Spitzensport“, hatte sie damals im griechischen Fernsehen gesagt. Von Doping habe die 27-Jährige „nichts gewusst“. Wie griechische Medien berichteten, soll Tsoumeleka das Blutdopingmittel EPO eingenommen haben. Die nur 1,57 Meter große Athletin war in Peking im 20-Kilometer-Gehen Neunte geworden. In Athen hatte sie vier Jahre zuvor überraschend Gold gewonnen. Wie Ärzte im Fernsehen erklärten, seien seit Olympia 2008 neue Methoden entwickelt worden, EPO zu entdecken. Da die Urinproben der Athleten für längere Zeit aufgehoben werden, wurde es möglich, den Dopingfall Tsoumelekas aufzudecken.

Der griechische Sport wird seit Jahren von einer Reihe von Dopingfällen erschüttert. SEGAS hat bereits die Hürdenläuferin Fani Halkia für zwei Jahre gesperrt. Sie war während der Olympischen Spiele in Peking positiv auf Steroide getestet worden und von den Spielen ausgeschlossen worden. Gegen die Olympiasiegerin über 400 Meter Hürden von Athen 2004 läuft ein juristisches Verfahren.

Auch Halkias Trainer Giorgos Panagiotopoulos sowie die 200-Meter- Sprinter Anastasios Gousis und Dimitris Regas wurden angeklagt. Gousis und Regas waren ebenfalls kurz vor Beginn der Olympischen Spiele in Peking positiv auf Steroide getestet worden. Weitere 15 Athlethen, darunter elf griechische Gewichtheber, wurden vergangenes Jahr positiv getestet. Alle wurden für zwei Jahre gesperrt.

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