Oldenburg dank Paulding wieder Spitze

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Deutsche Presse-Agentur

Das Wechselspiel an der Tabellenspitze der Basketball-Bundesliga geht munter weiter. Drei Tage nach dem Verlust des Top-Ranges durch die Niederlage im Spitzenspiel bei der BG Göttingen eroberten die EWE Baskets Oldenburg den Platz an der Sonne zurück.

Beim Tabellenvierten ratiopharm Ulm triumphierten die Niedersachsen mit 83:75 und haben nun wieder zwei Pluspunkte mehr auf dem Konto als das Überraschungsteam aus Göttingen, das erst am 25. Februar gegen die Deutsche Bank Skyliners Frankfurt im Einsatz ist. Im Tabellenkeller stoppten die Artland Dragons ihre Talfahrt und gewannen nach zuletzt acht Niederlagen in Serie im Abstiegsduell bei den Köln 99ers deutlich mit 77:55.

„Wir wussten, dass die Qualität Kölns sich nicht im Tabellenstand ausdrückt. Umso glücklicher bin ich, dass wir die Negativspirale endlich stoppen konnten“, sagte Dragons-Coach Thorsten Leibenath, der in Quakenbrück bereits in die Kritik geraten war. In Köln konnte sich der erst 33 Jahre alte Trainer bei seinem Forward Adam Hess bedanken, der mit 17 Punkten bester Werfer beim Pokalsieger war.

Damit reichten dem Amerikaner für die Rolle des Matchwinners halb so viele Zähler wie seinem Landsmann Rickey Paulding, der Oldenburg mit überragenden 34 Punkten zurück auf Platz eins führte. „Natürlich hat Rick Paulding heute einen sehr guten Job gemacht, nicht nur wegen seiner 34 Punkte“, lobte Baskets-Coach Predrag Krunic seinen 26 Jahre alten Superschützen. Für die Niedersachsen war es der 17. Saisonerfolg - so viele Siege hat bislang kein anderes Team in der BBL auf dem Konto. Allerdings haben Göttingen (2) und ALBA Berlin (4) auch weniger Partien ausgetragen als die Oldenburger.

Ihre Position in der Spitzengruppe festigten die Telekom Baskets Bonn durch einen ungefährdeten 81:70-Sieg gegen die LTi Gießen 46ers. Die Rheinländer starteten furios und führten nach dem ersten Viertel bereits mit 16 Punkten (23:7). „Jetzt können wir noch ein wenig Karneval feiern“, sagte Bonns Trainer Michael Koch. Gießen muss nach der 15. Saisonniederlage hingegen weiter um den Klassenverbleib bangen.

Gleiches gilt inzwischen auch für die Giants Düsseldorf, die eine Woche vor ihrer Final-Four-Teilnahme die sechste Pleite in Serie kassierten und nur noch vier Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz haben. In Ludwigsburg verloren die Rheinländer 73:81. Ludwigsburg verbesserte sich durch den Erfolg auf den achten Platz und wäre damit am Saisonende für die Playoffs qualifiziert. „Das war ein äußerst wichtiger Sieg für uns“, sagte EnBW-Trainer Rick Stafford.

Gleich doppelten Grund zum Jubeln hatten die Paderborn Baskets. Am Freitag erhielten die finanziell angeschlagenen Westfalen von der BBL erstes Lob für ihren Konsolidierungskurs, einen Tag später gewannen sie vor 3048 begeisterten Fans gegen die New Yorker Phantoms Braunschweig mit 83:81 und bleiben ebenfalls ein heißer Kandidat für die K.o.-Runde. Bamberg (80:85 in Nördlingen) und Trier (75:81 in Tübingen) mussten dagegen Rückschläge hinnehmen.

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