Nystad und Behle beenden „Stinkefinger“-Affäre

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Deutsche Presse-Agentur

Bei einem Vier-Augen-Gespräch haben Claudia Nystad und Langlauf-Bundestrainer Jochen Behle die angebliche „Stinkefinger“-Affäre beendet und alle Missverständnisse ausgeräumt.

Die Schlussläuferin der silbernen Damen-Staffel bedauerte bei der Medaillenfeier in einer Pizzeria in Liberec die vor Journalisten in der Mixed-Zone gemachte Geste mit dem Mittelfinger, stellte aber zugleich klar, dass diese nicht dem Coach gegolten habe. „Ich habe das nicht zu Jochen gemacht und mich gewundert, dass es solch einen Hype gab“, sagte Nystad dem ZDF.

Konsequenzen muss die Oberwiesenthalerin weder von der sportlichen Leitung noch von der Führung des Deutschen Skiverbandes (DSV) befürchten. In dem Gespräch in lockerer Atmosphäre habe Nystad die Geste bedauert und Behle die Entschuldigung akzeptiert, teilte der DSV mit. „Das, was da vorgefallen ist, ist offenbar verkehrt interpretiert worden. Das hat auch Claudia gesagt. Es gibt keinen Streit“, sagte der Bundestrainer.

Behle hatte mit seiner kurz vor WM-Beginn geäußerten Kritik an der Arbeit von Damen-Coach Ismo Hämäläinen für Aufregung im Lager der Langläuferinnen gesorgt. „Du wirst hier ständig danach gefragt. Nach dem Rennen bist du halt sehr emotional. Ich habe den Finger nicht wirklich gezeigt“, sagte Nystad. Allerdings räumte sie ein, dass sie mit dem Zeitpunkt von Behles Kritik nicht einverstanden war. „Es wäre sicher professioneller gewesen, das nach der WM anzusprechen.“

Behle selbst zeigte sich von dem Dauer-Thema genervt. „Es gibt keinen Trainer-Streit und keinen Zwist mit Ismo. Das ist eine ganz normale Diskussion, wenn es um Leistung geht. Dafür sind wir Trainer nun einmal da“, sagte der Bundestrainer.

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