Nur Lewandowskis Quote ärgert Nationalspieler Werner

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Stürmer
Ließ sich kein Torversprechen für das Spiel gegen Weißrussland entlocken: Timo Werner. (Foto: Federico Gambarini/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Arne Richter und Jens Mende

Die große Offensivlust in der Bundesliga macht Timo Werner gerade richtig Freude. Ein Torversprechen für den Showdown in der EM-Qualifikation ließ sich Leipzigs Top-Stürmer aber nicht entlocken.

„Wenn wir hoch gewinnen, würde ich gerne ein, zwei Tore schießen. Aber das ist eine Wunschvorstellung“, sagte der 23-Jährige vor der Partie der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Samstag (20.45 Uhr/RTL) in Mönchengladbach gegen Weißrussland.

Die Super-Quote von sieben Toren und sechs Vorlagen aus den letzten vier RB-Spielen bringt Werner mit zum DFB-Team. Das beeindruckt auch seinen Münchner Kumpel Joshua Kimmich. „Er hat einen sensationellen Lauf. Timo bombt immer“, sagte der Bayern-Profi. Für Ernüchterung sorgt bei Werner derzeit nur das Wettballern mit Robert Lewandowski.

Nach seinen zwei Toren beim 4:2 in Berlin wähnte er sich schon auf Tuchfühlung in der Torjägerliste zum Polen, berichtete er. Doch dann sah er am Abend das Topspiel der Bayern gegen den BVB. „Wenn er gegen Dortmund schon zweimal trifft, gegen wen soll er dann nicht treffen?“, fragte Werner. Den Konkurrenten sieht er „weltweit schon in der Kategorie mit Lionel Messi oder Cristiano Ronaldo“.

16:11 steht es bei den Bundesliga-Toren in dieser Saison für Lewandowski. Kimmich beeindruckt aber ohnehin eine andere Fähigkeit Werners. „Wie er hilft, Tore vorzubereiten, ist fast schon untypisch.“ Bei den Assists steht es derzeit 4:1 für Werner, was ihn bei den Scorerpunkten fast wieder an den Polen heranbringt.

Mehr grundsätzliches Offensivdenken hat Werner in der Bundesliga ausgemacht. „Für uns Stürmer ist es leichter, wenn das Spiel schneller wird“, sagte er. „Viele Mannschaften wollen offensiver spielen. Viele wollen lieber 4:3 gewinnen als 1:0, das kommt uns entgegen.“

Die Topform hat für Werner auch Leipzig-spezifische Gründe. Bei RB kommt er nun mehr aus der Tiefe. Julian Nagelsmann lässt ihn in einer Zehnerrolle spielen. Mit dieser Variante lockte der neue Trainer seinen Offensivmann in der Sommerpause. „Das hat mich gereizt“, sagte Werner. Es war auch ein Grund, warum er in Leipzig blieb, verriet er.

Vergessen ist das Leistungsloch, als lange öffentlich über einen möglichen Sommerwechsel zum FC Bayern diskutiert wurde. „Bei uns Stürmern geht es schnell. Wenn man zwei, drei Spiele nicht trifft bei einer Mannschaft, die hohe Ambitionen hat, wird einem eine Krise angedichtet“, sagte Werner.

Auch im DFB-Trikot war er fast schon außen vor, spielte weder beim wichtigen 3:2 in den Niederlanden im März, noch beim 2:0 im Hinspiel in Weißrussland im Juni. Zwei Tore gegen Estland stehen in der EM-Ausscheidungsrunde zu Buche. Geht es nach Werners Wunschdenken, wird diese Quote mit dem Spiel gegen Weißrussland verdoppelt.

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