Notwendiges Geklüngel der Clubbosse

Zwei Pappfiguren, die boxen; Dahinter Zuschauer im Fußballstadion
D ie Ausnahmen von 50+1 sind den Fans schon lange ein Dorn im Auge, doch es könnte schlimmer sein. (Foto: Petzsche/imago images)
VonFelix Alex

Man hat das Zeitspiel kommen sehen, denn dass sich die 36 Proficlubs offen bekriegen und es zur Eskalation kommt, hätte keiner der Streitparteien geholfen. Damit sich niemand auf den Schlips getreten fühlt, gab es ein vorher ausgehandeltes Sprechverbot. Dies passt genauso ins Bild, wie all das, was nun folgen wird. Ganz dem politischen Vorbild folgend, geht nun das Hinterzimmergeklüngel in die entscheidende Phase. Irgendwie werden sich die Clubs also zusammenraufen, damit niemand das Gesicht verliert, die rechtlichen Vorgaben abgedeckt sind und dennoch alles irgendwie beim Alten bleibt. Den drei (oder vier) Spezis wird eine Sondergenehmigung beziehungsweise langwierige Übergangszeit gewährt werden, in der noch heftig getrickst werden kann, gleichzeitig schließt die Gegenseite aus, dass es zu neuen Sonderfällen kommen könnte. So unschön solch Gemauschel sein mag, so notwendig scheint es an dieser Stelle. Ohne diese Posse droht ein Schnellschuss, sprich eine Klage, was das ganze 50+1-Konstrukt zum Zusammenstürzen bringen würde – englische Verhältnisse würden drohen. Die vier Konzern-Kröten hat der Fan ohnehin teilweise seit Jahrzehnten gelernt zu schlucken. Und so akzeptiert er dieses eine Mal sowohl den Burgfrieden als auch das Deeskalationsgeklüngel.

f.alex@schwaebische.de

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