Noch ein Sieg fehlt den Towerstars

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 Noch einmal gegen Kaufbeuren jubeln, dann aufs Finale konzentrieren: Das ist der Plan der Ravensburg Towerstars (Robin Just) vo
Noch einmal gegen Kaufbeuren jubeln, dann aufs Finale konzentrieren: Das ist der Plan der Ravensburg Towerstars (Robin Just) vor dem fünften Halbfinalduell gegen den ESV Kaufbeuren. (Foto: Felix Kästle)
Sportredakteur

Der Stand von 3:1 für die Ravensburg Towerstars sieht eigentlich komfortabel aus. Nur noch ein Sieg fehlt ihnen in der Halbfinalserie gegen den ESV Kaufbeuren. Sollte Ravensburg sein Heimspiel am Freitag um 19.30 Uhr in der CHG-Arena gewinnen, stünden die Towerstars erstmals seit 2011 wieder im Finale der Deutschen Eishockey-Liga 2.

„Das ist das wichtigste Spiel der Serie für uns“, sagt aber Robin Just. „Das ist immer das schwerste Spiel“, sagt Rich Chernomaz. Warum? Der erfahrene kanadische Trainer muss nur kurz Luft holen. „Kaufbeuren wird Stolz zeigen, sie werden um alles kämpfen, weil bei einer Niederlage die Saison zu Ende wäre. Das sind Profis. Und Profis hören bei einem Aus vor Augen nie auf. Sonst wären sie wahrscheinlich auch bald keine Profis mehr.“ Den Fokus auf Spiel fünf in der Halbfinalserie der DEL2, den Chernomaz hat, erwartet er auch von seiner Mannschaft. „Einfach, diszipliniert und clever.“ So sollen seine Spieler am Freitagabend in die Partie gegen die Allgäuer gehen.

Stadion ist ausverkauft

Die Kaufbeurer wirkten am Sonntag im Heimspiel bei der 0:3-Niederlage müde. Aufgeben ist aber keine Option für den ESVK. „Wenn du vorne kein Tor schießt, dann kannst du nicht gewinnen“, meinte Florian Thomas bei „Sprade TV“ nach der Heimniederlage. „Aber wir kennen die Lage, wir müssen einfach wieder so spielen wie in den ersten drei Spielen.“ Zweimal verlor Kaufbeuren erst in der Verlängerung, dann gab es den 6:3-Erfolg in Ravensburg. „Das Spiel haben wir vielleicht ein bisschen zu sehr auf die leichte Schulter genommen“, gab sich Daniel Pfaffengut selbstkritisch.

Das soll den Towerstars am Freitag in der – natürlich – ausverkauften CHG-Arena nicht noch einmal passieren. Dafür sorgen schon die Ansprachen von Chernomaz und Co-Trainer Marc Vorderbrüggen. „Wir werden die Mannschaft so pushen, dass die Anspannung hoch bleibt“, sagt Chernomaz. Die Spieler machten am Donnerstag aber auch gar nicht erst den Eindruck, als würden sie kurz vor dem fünften Duell gegen Kaufbeuren unter Konzentrationsproblemen leiden. „Die Serie haben wir noch nicht abgehakt, wir werden uns voll auf das Spiel am Freitag konzentrieren“, verspricht etwa Just.

Aufbauen auf Spiel vier

Im Vergleich zur Heimniederlage am vergangenen Sonntag muss bei den Towerstars die Defensive wieder besser arbeiten. Kompakt stehen, Schüsse blocken, Strafen nach Möglichkeit vermeiden. Die Themen sind natürlich die gleichen wie immer. Aber auf dem Weg ins Finale werden sie nun mal von Spiel zu Spiel wichtiger. Aufbauen auf Spiel vier, so ist der Plan der Towerstars. „Ich bin sehr zufrieden, wie wir nach Spiel drei in Kaufbeuren reagiert haben“, lobt Chernomaz. „Das hat genau den Charakter des Teams gezeigt.“

Personell bleibt bei den Towerstars alles gleich. Bis auf Thomas Merl sind alle Spieler fit, Sperren gibt es auch keine. Und so könnte am Freitag, wie auch schon am Dienstag in Kaufbeuren, die Kraft eine entscheidende Rolle spielen. Da haben die Towerstars ganz klar die bessere Ausgangslage. Kämpfen bis zum Schluss werden die dezimierten und von Verletzungen gebeutelten Kaufbeurer dennoch. „Die werden sich nicht aufgeben“, sagt Just. „Aber wir wollen nicht noch einmal nach Kaufbeuren fahren.“ Sondern sich lieber in Ruhe auf das Finale gegen die Löwen Frankfurt vorbereiten ...

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