Neue Runde im Streit um WBA-Weltmeisterschaft

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Deutsche Presse-Agentur

Im Streit um die Schwergewichts-Weltmeisterschaft nach WBA-Version haben sich die beiden großen deutschen Boxställe Universum und Sauerland einen weiteren verbalen Schlagabtausch geliefert.

Beide nehmen für sich in Anspruch, ihre Champions Ruslan Chagaev (Usbekistan/Universum) beziehungsweise Nikolai Walujew (Russland/Sauerland) seien aktuell die rechtmäßigen Titelträger.

„Nur weil Wilfried Sauerland und Walujew noch eine freiwillige Titelverteidigung gegen Evander Holyfield beantragt und genehmigt bekommen haben, ist der ganze Wirrwarr entstanden, so dass es auf einmal zwei WBA-Weltmeister gab“, erklärte Universum-Chef Klaus-Peter Kohl. Sauerland-Geschäftsführer Christian Meyer bezichtigte ihn daraufhin, die Unwahrheit gesagt zu haben. „Bei den vielen Anträgen, die er bei der WBA eingereicht hat, muss er wohl den Blick für die Realität verloren haben. Das ganze Chaos in der WBA ist von Universum begründet worden“, sagte er.

Wegen seiner Verletzung im vergangenen Jahr hatte die WBA Chagaev zum Weltmeister im Wartestand ernannt. In der Folge sicherte sich der Russe Nikolai Walujew den vakanten Titel im August 2008 mit einem Sieg gegen den Amerikaner John Ruiz. Nun muss es nach WBA-Vorgaben einen Kampf zwischen Walujew und Chagaev geben, um den alleinigen WBA-Weltmeister zu küren. Nach Sauerland-Angaben ist die Frist dafür bis Ende Juni gesetzt, nach Angaben von Universum bis September diesen Jahres. Im ersten Aufeinandertreffen im April 2007 hatte Chagaev den Titel überraschend Walujew abgenommen.

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