NBA-Star Parker will Heimat-Club fördern

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Deutsche Presse-Agentur

Der französische NBA-Star Tony Parker will in einen Basketballverein seines Heimatlandes groß investieren. Er wolle den Club ASVEL Villeurbanne zu einem der stärksten Europas machen, sagte der Point Guard der San Antonio Spurs nach französischen Medienberichten.

Wie die Zeitung „Progrès de Lyon“ berichtete, wollte sich Parker im Laufe des Tages mit Funktionären des Lyoner Vorortvereins treffen, um die Details zu besprechen. Der 26-jährige Parker will nach eigenen Angaben zweitgrößter Aktionär nach Clubpräsident Gilles Moretton des titelreichsten französischen Vereinswerden und zudem das Amt des Vizepräsidenten übernehmen. Das Projekt sehe auch den Bau einer Halle für 15 000 Zuschauer sowie die Gründung einer Tony-Parker-Akademie vor, die unter anderem als nationales Basketballzentrum auch junge talentierte Spieler ausbilden soll.

„Ich habe ASVEL ausgewählt, weil es sich um den besten Club in Frankreich handelt. Er hat die besten Chancen, zu einem der ganz großen Vereine Europas zu avancieren“, erklärte Parker dem Sportkanal „InfoSport“. Er schließt nicht aus, dass er einmal das grüne Trikot von Villeurbanne tragen wird, „aber das erst in einer sehr entfernten Zukunft“. „Nach dem Ende meiner Karriere in der NBA könnte ich noch ein letztes Jahr auf höchstem Niveau bei ASVEL absolvieren, eine Art Abschied von den Fans in Frankreich.“

Der mit der US-Starschauspielerin Eva Longoria verheiratete Franzose wollte allerdings nicht verraten, wie viel Geld er in den französischen Basketball investieren will. Sein Engagement in Lyon soll allerdings nicht nur finanzieller Art sein. Er will ab sofort unter anderen auch beim Erwerb neuer Spieler und der sportlichen Planung ein Wort mitreden. „Ich will, dass wir in fünf oder sechs Jahren ein Budget haben, mit dem wir in Europa ganz oben mitspielen können“, sagte er.

Parker hatte bereits 2004 ohne großen Erfolg erste Investitionen in seinen Stammverein Paris Basket Racing getätigt und zuletzt auch Engagements in Rouen oder Lille in Erwägung gezogen, sich aber letztendlich „für den einzigen Verein in Frankreich entschieden, der in der Lage ist, eine Lizenz für die Euroliga zu bekommen“. Die französische Ausgabe des „People Magazine“ freut sich unterdessen weniger auf den Basketball-Star. „Welcome Eva!“, hieß es in der Onlineausgabe.

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