VfB-Profi Silas Wamangituka spielte wohl jahrelang mit falscher Identität

VfB-Profi Silas
Offenbarte dem VfB Stuttgart, dass sein richtiger Name Sein korrekter Name ist demnach Silas Katompa Mvumpa sei: Silas Wamangituka. (Foto: Tom Weller / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Fußballprofi Silas Wamangituka hat offenbar zwei Jahre lang unter falscher Identität für den VfB Stuttgart gespielt.

Der Kongolese habe dem VfB kürzlich offenbart, dass er "Opfer von Machenschaften seines ehemaligen Spielervermittlers" geworden und Wamangituka nicht sein richtiger Name sei, teilte der Bundesligist mit.

Sein korrekter Name ist demnach Silas Katompa Mvumpa. Auch das Geburtsdatum des Flügelstürmers war wohl falsch. Laut VfB-Angaben wurde Silas am 6. Oktober 1998 in Kinshasa geboren und ist somit heute 22 und damit genau ein Jahr älter als ursprünglich angenommen.

Ich habe in den letzten Jahren in ständiger Angst gelebt und mir auch um meine Familie im Kongo große Sorgen gemacht.

Der VfB steht diesbezüglich mit der Deutschen Fußball Liga (DFL) und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Kontakt. 

"Der VfB Stuttgart hat den DFB über den Vorgang informiert. Der DFB-Kontrollausschuss wird die Angelegenheit im Hinblick auf ein mögliches sportstrafrechtliches Fehlverhalten des Spielers überprüfen", sagte Anton Nachreiner, der Vorsitzende des Kontrollausschusses.

Spielervermittler steht im Fokus

Konsequenzen für den Profi fürchten die Schwaben aber nicht. Nach juristischer Bewertung des Sachverhalts gehe man davon aus, "dass Silas im Besitz einer gültigen Spielberechtigung war und weiter ist".

Außerdem rechnet der VfB damit, dass Silas zu gegebener Zeit eine neue, auf seinen richtigen Namen lautende Spielberechtigung bekommen werde.

"Ich habe in den letzten Jahren in ständiger Angst gelebt und mir auch um meine Familie im Kongo große Sorgen gemacht. Es war ein schwerer Schritt für mich, meine Geschichte zu offenbaren", sagte Silas.

Zur falschen Identität soll es durch einen ehemaligen Spielervermittler von Silas gekommen sein. Dieser habe den damals 19-Jährigen in Paris bei sich wohnen lassen und laut Silas auch Namen und Geburtsdatum verändert.

Der VfB vermutet, dass dies zum einen passierte, um die Verbindung des Stürmers zu seinem Ausbildungsverein im Kongo zu unterbrechen, zum anderen habe sich dadurch Silas' Abhängigkeit vom Vermittler erhöht - da er von nun an erpressbar gewesen sei.

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