Nach Todesfall: Funktionäre in Russland gesperrt

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Deutsche Presse-Agentur

Drei Monate nach dem plötzlichen Herztod des russischen Eishockey-Talents Alexej Tscherepanow haben die Organisatoren der Profiliga KHL vier Funktionäre auf Lebenszeit gesperrt.

Grund sei die Einnahme eines Dopingpräparates durch Tscherepanow kurz vor dem Spiel von Awangard Omsk am 13. Oktober 2008, in dessen Verlauf der 19-Jährige kollabiert war. Er starb kurz darauf. Die Strafen des KHL-Disziplinarausschusses seien einstimmig verhängt worden und würden sofort in Kraft treten, sagte ein Ligasprecher der Nachrichtenagentur Interfax.

Der Ausschuss sperrte den bisherigen Awangard-Präsidenten Konstantin Potapow und den Vereins-Generalmanager Anatoli Bardin sowie den Mannschaftsarzt Sergej Belkin. Auch bestraft wurde der Direktor des Clubs in der Stadt Tschechow, in deren Halle das Unglück geschehen war. Er werde für das späte Verständigen der Notärzte verantwortlich gemacht, hieß es. Die drei Funktionäre aus Omsk wiederum hätten nicht verhindert, dass der Jugendliche trotz einer chronischen Herzschwäche im Profi-Eishockey eingesetzt worden sei.

Der wegen seiner Schnelligkeit „Sibirien-Express“ genannte Tscherepanow galt als einer der besten Nachwuchsspieler Russlands in der KHL. Geplant war, dass der 19-Jährige seine Karriere bei den New York Rangers in der nordamerikanischen Profiliga NHL fortsetzt.

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