Nach Krawallen: 40 000 Euro Strafe für Frankfurt

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Deutsche Presse-Agentur

Eintracht Frankfurt ist nach den Krawallen seiner Anhänger beim Bundesligaspiel in Karlsruhe vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes zu einer Geldstrafe in Höhe von 40 000 Euro verurteilt worden. Das teilte der DFB mit.

Das Sportgericht bestrafte den hessischen Bundesligisten wegen mangelnden Schutzes des Schiedsrichters, der Schiedsrichter-Assistenten und des Gegners sowie unsportlichen Verhaltens. Die Eintracht hat dem Urteil bereits zugestimmt, hatten die Frankfurter Verantwortlichen doch noch drastischere Sanktionen befürchtet.

Im Südwestderby des 21. Spieltages hatten Anhänger der Eintracht kurz vor Beginn der zweiten Halbzeit sechs Leuchtraketen auf das Spielfeld geschossen. Außerdem waren im Gäste-Fanblock mehrere Rauchbomben gezündet und Fahnen angesteckt worden. Schiedsrichter Michael Weiner (Giesen) schickte die Spieler deshalb zurück in den Kabinentrakt und konnte die Partie erst mit fünfminütiger Verspätung wieder anpfeifen.

Die besondere Höhe der Strafe resultiert nach Angaben des DFB auch daraus, dass die Eintracht in der laufenden und der vergangenen Spielzeit bereits dreimal zu Geldstrafen verurteilt worden war. „Wir führen die Liste der Verfehlungen bundesweit an“, hatte Frankfurts Vorstandsboss Heribert Bruchhagen bereits zerknirscht eingeräumt. Eine Platzsperre, ein Teilausschluss der Öffentlichkeit oder eine Spielansetzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit wird bei einem erneuten gravierenden Vorfall seitens des DFB-Sportgerichts ausdrücklich angedroht, erklärte der Verband.

Noch nicht entschieden wurde, ob auch der KSC für die Vorfälle zur Rechenschaft gezogen wird. Die Frist für eine Stellungnahme des Clubs ist noch nicht abgelaufen. Karlsruhes Manager Rolf Dohmen hatte unmittelbar nach der Partie erklärt, sein Verein werde eine Strafe nicht akzeptieren, da ein Rekordaufgebot an Sicherheitskräften im Einsatz gewesen sei.

In Frankfurt haben die Verantwortlichen inzwischen auf die Vorkommnisse reagiert. Neben der intensiven Suche nach den Krawallmachern hat die Eintracht beschlossen, Eintrittskarten für Auswärtsspiele bis auf weiteres nur in personalisierter Form zu verkaufen.

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