Nach der WM blicken Biathleten nach Vancouver

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Deutsche Presse-Agentur

Nach der WM ist vor Olympia: Bereits in zweieinhalb Wochen werden die deutschen Biathleten beim Weltcup in Vancouver erstmals auf den Strecken in Whistler unterwegs sein.

„Auch wenn dort in einem Jahr die Olympischen Spiele sind, werden wir versuchen, die Rennen ganz normal anzugehen“, sagte Damen-Bundestrainer Uwe Müssiggang. Doch vor allem die Skitechniker erwarten sich von den Testwettkämpfen wichtige Daten für die Rennen in einem Jahr. „Da nehmen wir wieder sehr viele Ski mit, um unsere Datenbank gut füllen zu können“, sagte Cheftechniker Björn Weisheit.

Schon in diesem Jahr geht es für Kati Wilhelm um viel in Kanada. „Es war mein Ziel, dass ich mir das Gelbe Trikot hole und möglichst behalte. Jetzt ist das mit dem Behalten dran“, sagte die Weltcup-Spitzenreiterin nach der erfolgreichsten Weltmeisterschaft ihrer Karriere. In der Gesamtwertung führt die 32 Jahre alte Thüringerin vor den letzten acht Rennen der Saison in Vancouver, Trondheim und Chanty-Mansijsk mit 729 Punkten vor der Schwedin Helena Jonsson (703) und Magdalena Neuner (626).

Die vorjährige Weltcup-Gewinnerin Neuner will sich in der Heimat von ihrer Erkältung erholen und dann die Jagd auf ihre Teamkollegin Kati Wilhelm eröffnen. „Mir fehlen jetzt die Kräfte“, sagte die sechsmalige Weltmeisterin nach den für sie enttäuschenden Titelkämpfen ohne Einzelmedaille in Pyeongchang. Nach ihrem steilen Aufstieg in den letzten beiden Jahren muss sie erstmals einen Rückschlag verkraften. „Ich kann damit ganz gut umgehen. Ich habe ja nicht gerechnet, dass ich das Gleiche erreiche wie in den letzten zwei Jahren“, sagte die 22 Jahre alte Bayerin.

Nach der harten WM ist für die Skijäger erst Regeneration angesagt, ehe das deutsche Biathlon-Team dann am 8. März nach Vancouver fliegt. „Wir haben nach der Weltmeisterschaft eine hervorragende Ausgangsposition. Die jungen Burschen sind nach ihren Erfolgen heiß und werden im Training noch mehr beißen“, sagte Männer- Bundestrainer Frank Ullrich schon mit Blick auf die Übungseinheiten im Sommer.

Auch Michael Greis will nach einer insgesamt unbefriedigenden WM wieder angreifen. Nachdem der dreimalige Olympiasieger in Pyeongchang ohne Einzelmedaille geblieben war, stellte der Allgäuer fest: „Das ist Motivation für das nächste Jahr, einen Tick mehr zu machen.“

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