Nürnberg besiegt FCK - Fürth in Aufstiegsform

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Deutsche Presse-Agentur

Der 1. FC Nürnberg hat sich im Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Zum Abschluss des 19. Spieltags gewann der „Club“ das Duell der Altmeister gegen den 1. FC Kaiserslautern souverän mit 3:0 (2:0) und kletterte vom zehnten auf den fünften Tabellenplatz.

Auf Bundesligakurs ist Spitzenreiter SC Freiburg und die SpVgg Greuther Fürth zeigte sich in Aufstiegsform - nur der FSV Mainz 05 tanzte aus der Reihe. Die Rheinhessen beim schmeichelhaften 2:2 (2:1) gegen den TSV 1860 München zwei wichtige Punkte ein. Bei den „Löwen“ herrschte nach den Turbulenzen unter Woche große Erleichterung. „Ich bin zufrieden. Das war Leidenschaft, Biss, Gier und Entschlossenheit“, sagte der neue Sportdirektor Miroslav Stevic und stellte Trainer Marco Kurz eine Job-Garantie aus: „Die Trainerfrage ist lächerlich. Spieler und Mannschaft gehen in die gleiche Richtung.“

Christian Eigler (4. Minute), Mike Frantz (23.) und Marek Mintal (77.) brachten den seit acht Spielen ungeschlagenen FCN vor 27 142 Zuschauern im Nürnberger WM- Stadion mit einem Riesenschritt wieder an die Aufstiegsplätze heran. Die auswärts seit über vier Monaten sieglosen Pfälzer verpassten den Sprung auf Platz drei und verloren neben drei wichtigen Punkten auch Abwehrspieler Manuel Hornig, der wegen einer Notbremse gegen Eigler (27.) Rot sah.

Fürth untermauerte mit dem 3:0 beim FC St. Pauli seine Aufstiegsambitionen. „Wenn wir weiter so couragiert und konzentriert spielen, dann schaffen wir es“, war Doppel-Torschütze Stefan Reisinger nach dem souveränen Sieg in Aufstiegslaune. In Ahlen ging der Höhenflug des FC Augsburg zu Ende - die Schwaben kassierten beim 1:2 gegen Rot Weiss die erste Pleite nach zuvor elf Spielen ohne Niederlage. Auf dem Vormarsch ist Bundesliga-Absteiger MSV Duisburg, der beim 2:1 gegen den SV Wehen Wiesbaden allerdings zittern musste. Das Aufsteigerderby zwischen dem FC Ingolstadt und Rot-Weiß Oberhausen endete torlos unentschieden.

Freiburg hatte mit dem 4:1 am Vortag gegen den VfL Osnabrück erstmals in dieser Saison die Tabellenführung erfolgreich verteidigt. „Wenn die Freiburger so weiter spielen, dann steigen sie auf“, meinte VfL-Coach Claus-Dieter Wollitz.

Wie Freiburg präsentierte sich auch Fürth in Aufstiegsform. Die Franken behaupteten mit dem vierten Sieg nacheinander Platz zwei. Ivo Ilicevic (7.) und Reisinger (30./88) mit seinem Saisontoren neun und zehn sowie Torwart Stephane Loboué, der einen Foulelfmeter von Florian Bruns (45.) parierte, hielten die „Kleeblätter“ auf Aufstiegskurs, während St. Paulis Vormarsch nach der ersten Saison-Heimniederlage vorerst zu Ende ist.

Am Mainzer Bruchweg brachten Florian Heller (4. Minute) und Felix Borja (34.) die Mannschaft von Trainer Jörn Andersen auf die Siegerstraße, doch die spielerisch und kämpferisch besseren „Löwen“ kamen durch die Treffer von Manuel Schäffler (37.) und Ex-Nationalspieler Benjamin Lauth (66.) zu einem hochverdienten Punkt. „Ein verrücktes Spiel, in dem für uns mehr drin war“, meinte 1860-Coach Kurz.

Mit dem ersten Heimsieg unter der Regie von Trainer Peter Neururer startete der MSV Duisburg seine Aufholjagd. Dorge Rostand Kouemaha (6.) und Cedrick Makiadi (39.) schossen die seit fünf Spielen ungeschlagenen „Zebras“ auf den siebten Tabellenplatz. Die auswärts sieglosen Wehener erhielten eine Woche nach dem vielversprechenden 1:0 gegen Aachen wieder einen Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt.

Krisen-Club Hansa Rostock gab auf dem Aachener Tivoli wieder ein Lebenszeichen von sich, aber auch den sicher geglaubten ersten Auswärtssieg aus der Hand. „Wir sind maßlos enttäuscht“, sagte Hansa-Trainer Dieter Eilts nach dem bitteren 3:3, „aber die Mannschaft hat heute gezeigt, wozu sie in der Lage ist.“ Freude pur herrscht dagegen beim FSV Frankfurt, der mit dem 3:1 im Kellerderby bei TuS Koblenz den dritten Sieg in Serie feierte.

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