MSV glaubt nach 2:2 an Neururers „Sieger-Gen“

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Deutsche Presse-Agentur

Beim MSV Duisburg versetzt der Glaube Berge. „Unser Trainer Peter Neururer hat ein Sieger-Gen, das er auf die ganze Mannschaft übertragen kann. Sonst wären solche Leistungen nicht möglich“, sagte MSV-Profi Cedrick Makiadi, nach dem zehnten Spiel in Serie ohne Niederlage des MSV.

Gegen den 1. FC Nürnberg kamen die Duisburger zwar nicht über ein 2:2 (0:0) hinaus, nach der rasanten Schlussphase glauben die „Zebras“ aber mehr denn je an den Aufstieg. „Das war ein Sieg für die Moral“, meinte Makiadi.

Den MSV-Treffer zum Endstand besorgte Dorge Kouemaha erst in der Nachspielzeit (90.+3 Minute). Makiadi hatte in der MSV-Arena zuvor für die Hausherren getroffen, ehe Isaac Boakye (75.) und Albert Bunjaku (89.) für die zwischenzeitliche Führung des „Club“ sorgten. Auf die Nürnberger, die nun sieben Punkte Rückstand auf den Relegations-Platz haben, wirkte der späte Ausgleich wie ein Keulenschlag. „Ich bin bedient, das wirft uns richtig zurück“, sagte Gäste-Trainer Michael Oenning.

Die Duisburger konnten bei fünf Zählern Rückstand zwar ebenfalls keinen Boden auf die Aufstiegsplätze gut machen, fühlen sich vor dem Spiel gegen Spitzenreiter SC Freiburg aber reif für höhere Aufgaben. „Bei noch elf Spielen sind die fünf Punkte, die wir aufholen müssen, nicht viel. Unsere Serie geht weiter“, erklärte Neururer mit strahlender Miene. Seit der Amtsübernahme des 53 Jahre alten Trainers am 17. November 2008 hat der MSV nicht mehr verloren. „Wir glauben an uns, das hat der Coach bewirkt“, so Makiadi.

Nach einer langweiligen ersten Hälfte nahm das Verfolgerduell erst in der Schlussphase Fahrt auf, die Duisburger Serie drohte zu reißen. „Eine Mannschaft, die keinen Lauf hat, wäre zu diesem Zeitpunkt erledigt gewesen“, sagte Neururer. Sein Team agierte zwar lange Zeit bieder, reagierte aber im entscheidenden Moment perfekt und verteidigte den vierten Tabellenplatz. Bei noch ausstehenden Heimspielen gegen die Spitzenteams aus Freiburg, Mainz und Fürth wähnt der Coach die Vorteile auf MSV-Seite: „Es war wichtig, Nürnberg auf Distanz zu halten, denn der Club ist personell besser besetzt als Mainz oder Fürth.“

Die Franken wollen sich aber nicht aus dem Aufstiegsrennen verabschieden. „Nach diesem Spielverlauf dürfen wir so ein Match nicht verlieren, müssen aber die positiven Aspekte daraus ziehen“, sagte Oenning. Ihm hat gefallen, wie sein Team den 0:1-Rückstand zwischenzeitlich gedreht hat: „Darauf können wir aufbauen, auch wenn es noch viel zu verbessern gibt.“

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