MSV beendet Freiburgs Serie - Debakel für Fürth

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Deutsche Presse-Agentur

Der MSV Duisburg hat den Siegeszug des SC Freiburg gestoppt und sich ins Aufstiegsrennen der 2. Fußball-Bundesliga zurückgeschossen. Am 24. Spieltag gewannen die „Zebras“ das Top-Spiel am Sonntag gegen den Spitzenreiter mit 2:0

Dank des Doppelpacks von Cedrick Makiadi stürmten die Duisburger auf den vierten Tabellenplatz. „Die Mannschaft hat einen Lauf und glaubt an sich“, sagte der seit elf Spielen ungeschlagene MSV-Trainer Peter Neururer, „wir haben ein Ziel vor Augen und streben danach, das Ziel zu erreichen. Aber es ist noch viel Arbeit vor uns.“

Ein bittere Lektion kassierte Verfolger SpVgg Greuther Fürth, der nach der 1:5-Klatsche beim VfL Osnabrück womöglich Platz zwei an den FSV Mainz 05 verliert. „Wir waren in allen Bereichen unterlegen“, stellte der enttäuschte Fürther Trainer Benno Möhlmann nach der höchsten Saisonniederlage im Abo-Sender Premiere fest. Der Tabellendritte Mainz ist zum Abschluss des Spieltags bei Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden zu Gast. Ein herbe Pleite gab es auch für Alemannia Aachen beim 1:3 gegen den FC St. Pauli. Im Abstiegskampf verpassten Hansa Rostock, das gegen den FC Ingolstadt nur ein 1:1 schaffte, und der FC Augsburg mit dem 1:2 gegen Rot-Weiß Oberhausen den erhofften Befreiungsschlag.

Duisburg kann dank Madiadi wieder vom Aufstieg ins Fußball-Oberhaus träumen. In der Schlussphase des Klasse-Spiels machte der Torjäger (78. Minute/81.) mit seinen Saisontreffern 13 und 14 den verdienten Sieg des MSV perfekt. Freiburg verpasste mit der ersten Rückrunden-Niederlage den Vereinsrekord von sieben Siegen in Serie. „Duisburg hat verdient gewonnen“, stellte Trainer Robin Dutt nüchtern fest. Fürth wurde in Osnabrück regelrecht auseinander genommen. Thomas Reichenberger (33./59.), Henning Grieneisen (55.), Thomas Cichon (61./Foulelfmeter) und Dominik Peitz (70.) sorgten für erste Erleichterung beim abstiegsbedrohten VfL.

Bereits am Freitag hatten der 1. FC Kaiserslautern und der 1. FC Nürnberg wieder ein Lebenszeichen im Aufstiegsrennen von sich gegeben. „Jetzt sind wir wieder in der richtigen Spur“, stellte FCK-Stürmer Srdjan Lakic nachdem dem 2:1-Derbysieg gegen TuS Koblenz und dem Ende der Pleiteserie von drei Niederlagen erleichtert fest. Der FCN meldete sich mit dem 4:0 gegen Frankfurt und drei Toren von Marek Mintal eindrucksvoll zurück. „Die Mannschaft hat ein klares Signal an die Liga gesendet“, sagte „Club“-Trainer Michael Oenning.

Der TSV 1860 München musste sich nach zwei Siegen nacheinander gegen den FSV Frankfurt mit einem mageren 1:1 begnügen. „Es sind noch zehn Spiele, und die wollen wir gewinnen“, sagte Trainer Uwe Wolf. Mit acht Punkten Rückstand auf den Aufstiegs-Relegationsplatz dürfte der Aufstieg für 1860 aber ebenso kein Thema sein wie für den FC St. Pauli, der dank des Doppelpacks von David Hoilett (17./49.) und Alexander Ludwig (56.) in Aachen den zweiten Saison-Auswärtssieg feierte.

Im Abstiegskampf verpasste Rostock mit Urgestein Andreas Zachhuber erstmals auf der Trainerbank den dringend nötigen Erfolg. Der Brasilianer Orestes (18.) schoss Hansa in Führung, doch Steffen Wohlfarth (44.) machte Rostocks Hoffnung auf den ersten Sieg in diesem Jahr zunichte. Auch Augsburgs Trainer Holger Fach wartet weiter auf den ersten Sieg in der Rückrunde. Christopher Nöthe (43.) und Tim Kruse (47.) stellten Oberhausens vierten Rückrundensieg sicher. Den Augsburgern blieb als Trost ihr 500. Zweitligatreffer durch Sandor Torghelle (61./Foulelfmeter).

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