Moskau gibt Sicherheitsgarantie für Weltcup

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Deutsche Presse-Agentur

Nach E-Mail-Drohungen aus Russland gegen Schwedens Biathleten hat das Innenministerium in Moskau für das Weltcup-Finale im sibirischen Chanty-Mansijsk eine Sicherheitsgarantie abgegeben.

Rund 300 Polizisten würden im März für einen ordentlichen Verlauf der Veranstaltung sorgen, versprach eine Mitarbeiterin des Ministeriums nach Angaben der Agentur RIA Nowosti in Moskau. „Das ist nicht unser erster Einsatz in Chanty-Mansijsk, und noch nie ist etwas Ernstes passiert.“ Auch beim Finale der Fußball-Champions-League 2008 in Moskau mit zehntausenden britischen Fans habe die russische Polizei für Ordnung sorgen können. „Da werden wir doch die Sicherheit von 300 Sportlern und Betreuern in Chanty-Mansijsk gewährleisten.“

Kurz vor Beginn der derzeit in Südkorea stattfindenden Biathlon-Weltmeisterschaft waren die Russen Dmitri Jaroschenko, Jekaterina Jurjewa und Albina Achatowa als Doping-Sünder entlarvt worden. Daraufhin hatte die schwedische Mannschaft mitgeteilt, wegen ihrer „konsequenten Anti-Doping-Haltung“ Morddrohungen aus Russland erhalten zu haben. Die Sportler hätten „Angst“, zum Saisonabschluss in die westsibirische Kleinstadt Chanty-Mansijsk knapp 2000 Kilometer östlich von Moskau zu fahren, sagte der deutsche Trainer des Drei-Kronen-Teams, Wolfgang Pichler. Die Internationale Biathlon-Union (IBU) will sich an diesem Freitag mit dem Fall befassen.

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