Mittermaier: Riesch kann auf Jahre dominieren

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Deutsche Presse-Agentur

Slalom-Seriensiegerin Maria Riesch steht nach Ansicht von Ski-Legende Rosi Mittermaier vor einer goldenen Zukunft.

„Ich denke, Maria kann den Skisport auf Jahre hinaus dominieren“, sagte die zweimalige Olympiasiegerin in einem Interview der Münchner „Abendzeitung“. „Eine Maria Riesch schmeißt nichts um. Ich kenne sie seit so vielen Jahren, seit sie im Kindergarten war. Was sie schon immer ausgezeichnet hat, ist ihre überdurchschnittliche mentale Stärke“, lobte die 58-Jährige die deutsche Ski-Hoffnung. „Die Maria ist ein Phänomen und ein Glücksfall, eine einzigartige Persönlichkeit.“

Am 11. Januar hatte Riesch mit ihrem vierten Slalomsieg in Serie den zehnten Weltcup-Erfolg ihrer noch jungen Karriere eingefahren und damit zu „Gold-Rosi“ aufgeschlossen. Vergleiche zu ihrer Person ließ Mittermaier in dem Interview nicht gelten: „Die Maria ist viel ruhiger, als ich es war. Sie hat einen viel größeren Siegeswillen, als ich ihn je hatte, ohne dabei verbissen zu sein“, sagte die 58- Jährige.

Beflügelt von ihren jüngsten Erfolgen geht Riesch im österreichischen Zauchensee in der Super-Kombination und in der Abfahrt an den Start. „Ich freue mich auf die langen Ski und die nächsten beiden Wochen in Zauchensee und Cortina d'Ampezzo mit vielen Rennen in den schnellen Disziplinen“, sagte die 24-Jährige. Neben Riesch wird in beiden Rennen die Oberstdorferin Gina Stechert dabei sein. „Beide Damen sind in einer guten Form“, urteilte Bundestrainer Mathias Berthold.

Bei den Herren sind fünf Athleten des Deutschen Skiverbands (DSV) für Super-Kombination und Abfahrt in Wengen in der Schweiz nominiert. Neben den beiden Partenkirchenern Andreas und Peter Strodl meldete der Deutsche Skiverband (DSV) Stephan Keppler aus Ebingen, den Oberstdorfer Tobias Stechert und Hannes Wagner aus Hindelang für die Rennen am Freitag und Samstag. Dem Regelwerk zufolge entscheidet sich aber erst kurzfristig, ob für das deutsche Team vier oder fünf Startplätze am Lauberhorn zur Verfügung stehen.

Im Slalom am Sonntag hofft Felix Neureuther nach Platz drei in Adelboden auf ein erneutes Erfolgserlebnis. „Ich musste lange auf einen Podestplatz warten und bin jetzt erleichtert, endlich eine Bestätigung für die sehr guten Trainingsleistungen erreicht zu haben“, sagte der Partenkirchener. Weitere DSV-Starter sind Stefan Kogler (Schliersee), Fritz Dopfer (Garmisch) und Dominik Stehle aus Obermaiselstein.

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