Milan setzt gegen Werder auf „Super-Beckham“

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Deutsche Presse-Agentur

„Attenzione Werder Bremen“: Der AC Mailand setzt im UEFA-Pokal-Wettbewerb gegen den deutschen Vizemeister voll auf „Super-Beckham“.

Der italienische Spitzenclub will seinen neuen Top-Akteur David Beckham nach nun auch offiziellen Angaben nicht in die USA ziehen lassen und hat ihn gar schon bei der Europäischen Fußball-Union (UEFA) für die UEFA-Cup-Partien am 18. und 26. Februar gegen den Bundesligisten gemeldet. „Für die wichtigen Spiele gegen Werder ist er für uns unverzichtbar“, betonte AC-Coach Carlo Ancelotti. Dessen englischer „Zeitarbeiter“ freut sich schon auf die Duelle. „Ich bin selbst überrascht, aber sehr glücklich.“

Nach nur einem Monat ist Beckham bei Milan nicht mehr wegzudenken. „Super-Beckham ist ein Gigant“, schrieb „La Gazzetta dello Sport“. Seinen beiden Toren in der Vorwoche ließ der Mittelfeldstar am Sonntag im Serie A-Spiel bei Lazio Rom zwei grandiose Tor-Vorlagen zum 3:0-Sieg folgen. Erst vollstreckte Pato (42.) Beckhams Flanke, dann vollendete Marco Ambrosini (47.) die Vorarbeit des Briten zum 2:0, ehe Kakà der Mailänder Gala im römischen Olympiastadion in der 83. Minute die Krone aufsetzte.

Damit ist Milan mit „Becks“ unbesiegt - und zurück im Titelrennen. Da Juventus Turin (43 Punkte) am 22. Spieltag erstmals seit 41 Jahren gegen Cagliari Calcio verlor (2:3) zog Milan (44) am Rekordmeister vorbei auf Platz zwei - nur noch sechs Punkte hinter Spitzenreiter Inter Mailand (50). Der Titelverteidiger kam gegen Kellerkind FC Turin nicht über ein 1:1 hinaus. „Milan ist zum Fürchten“, titelte der „Corriere dello Sport“ angesichts des Höhenflugs.

Vor allem auch dank Beckham. Kaum vorstellbar, dass Milan den 33- Jährigen wie vereinbart zum 9. März wieder zu Los Angeles Galaxy ziehen lässt. „Wir werden alles tun, um ihn zu halten“, betonte Vize- Präsident Adriano Galliani und gab damit alle Zurückhaltung auf. Bislang hatte der Berlusconi-Club stets betont, Beckhams Vertrag bis Oktober dieses Jahres mit den Amerikanern respektieren zu wollen. „Es wäre schrecklich, ihn zu verlieren“, sagt Galliani dagegen heute.

Beckham selbst hatte seinen vorzeitigen Abschied von Galaxy schon in der vorigen Woche in Aussicht gestellt. Für Galaxy wäre eine vorzeitige Vertragsauflösung sicher lukrativ, auch wenn Coach Bruce Arena fordert: „Beckham come home!“ Am Saisonende könnte der Brite ohnehin ablösefrei gehen. Und dies strebt Beckham an, weil er nur bei einem Club in Europa eine Chance sieht, seine heiß ersehnte WM- Nominierung für die englische Nationalelf zu ergattern.

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