Matthäus: Verbleib von Bayern-Flick „überhaupt nicht klar“

Lothar Matthäus
„Die getätigten Aussagen am Wochenende sowohl von Hansi als auch von Oliver Kahn lassen in meinen Augen nur den Schluss zu, dass überhaupt nicht klar ist, dass Hansi über die Saison hinaus Trainer in München bleibt. Ganz im Gegenteil“, sagt Lothar Matthäus. (Foto: Federico Gambarini / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Für den ehemaligen Bayern-Profi Lothar Matthäus ist der Verbleib von Erfolgstrainer Hansi Flick in München alles andere als klar.

„Die getätigten Aussagen am Wochenende sowohl von Hansi als auch von Oliver Kahn lassen in meinen Augen nur den Schluss zu, dass überhaupt nicht klar ist, dass Hansi über die Saison hinaus Trainer in München bleibt. Ganz im Gegenteil“, meinte der deutsche Fußball-Rekordnationalspieler in seiner Sky-Kolumne.

„Soviel ich weiß, ist Flick der absolute Favorit auf die Nachfolge von Joachim Löw als Bundestrainer und zwar sowohl von Oliver Bierhoff als auch von Präsident Fritz Keller“, erklärte Matthäus und begründete: Flick kenne „wie kein anderer Kandidat die meisten Nationalspieler und die Strukturen im Verband. Dazu kommt sein sehr gutes Verhältnis zu den Entscheidungsträgern.“ Es habe „mit Sicherheit auch schon Telefonate zwischen ihm, Keller und Bierhoff gegeben. Flick und den DFB-Verantwortlichen ist klar, dass sie nicht erst in zwei Monaten auf die Bayern-Bosse zugehen können.“

Matthäus verwies auf Probleme von Flick. „Ein sehr gutes Verhältnis zu Bayerns Sportvorstand Hasan Salihamidzic hat er trotz der öffentlichen Entschuldigung und Beschwichtigung der vergangenen Vorfälle nicht wirklich“, befand der 60 Jahre alte Sky-Experte. „Man mag sich jetzt für die wichtigen Wochen zusammenreißen. An eine Zusammenarbeit über die Saison hinaus glaube ich nicht.“

Flick wollte sich zuletzt nicht zu den Spekulationen um seine Zukunft und die Nachfolge von Löw äußern und Gerüchte nicht kommentieren. Der designierte Bayern-Chef Oliver Kahn hatte Aussagen zu Flicks Zukunft über die aktuelle Saison hinaus vermieden. „Ich habe in den vergangenen Wochen das eine oder andere Gespräch mit Hansi gehabt und konnte in diesen Gesprächen nicht feststellen, dass er da große Tendenzen hat, was die Nationalmannschaft anbelangt“, sagte Kahn. „Er ist voll auf den FC Bayern München fokussiert.“

© dpa-infocom, dpa:210406-99-95011/3

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