Massot zu Missbrauchsvorwürfen: Opfer „sehr mutig“

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Bruno Massot
Eiskunstläufer Bruno Massot sitzt während eines Interviews am Rande einer Eisbahn. (Foto: Frank Rumpenhorst / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Paarlauf-Olympiasieger Bruno Massot hat großen Respekt vor seiner Landsfrau Sarah Abitbol, die den Missbrauchsskandal im französischen Eiskunstlauf ins Rollen gebracht hat.

„Sarah ist sehr mutig“, sagte der 31-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. „Das Ganze hat mich überrascht, ich war damals noch ein Kind und habe davon nichts mitbekommen“, ergänzte Massot. Nach dem Rücktritt des Verbandspräsidenten Didier Gailhaguet erhoffe er sich ein anderes Klima.

„Es sollte in Zukunft mehr für die Athleten sein. Alle Frauen sollten über solche Erlebnisse reden können“, sagte der Ex-Weltmeister, der vor Olympia 2018 auch die deutsche Nationalität angenommen hatte. „Solche Sachen werden immer wieder passieren, nicht nur im Eiskunstlauf, in allen Sportarten. Was sich ändern sollte, ist, dass die Opfer sprechen dürfen und man ihnen zuhört“, forderte er.

Die schweren Missbrauchsvorwürfe der ehemaligen Paarläuferin Abitbol gegen ihren Ex-Trainer hatten ein Beben in der französischen Sportwelt ausgelöst. Die heute 44-Jährige wirft ihrem ehemaligen Coach vor, sie Anfang der 1990er Jahre als Jugendliche mehrfach vergewaltigt zu haben. Im Zuge dessen wurden auch Missbrauchsvorwürfe von anderen Eiskunstläuferinnen bekannt. Auch Fälle aus anderen Sportarten wie Schwimmen wurden öffentlich.

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