Martial soll die Razorbacks-Defensive stabilisieren

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 Philbert Martial wechselt von der Universität von North Alabama zu den Ravensburg Razorbacks.
Philbert Martial wechselt von der Universität von North Alabama zu den Ravensburg Razorbacks. (Foto: privat)
Schwäbische Zeitung
Sportredakteur

Die Razorbacks bestreiten am 6. April um 18 Uhr das einzige öffentliche Testspiel in Pfullendorf gegen eine Hamburger Hochschulauswahl. Die GFL2-Saison beginnt für Ravensburg am 12. Mai um 15 Uhr bei den Darmstadt Diamonds. Das erste Heimspiel in Weingarten haben die Razorbacks am 26. Mai um 15 Uhr gegen die Straubing Spiders.

Die Ravensburg Razorbacks setzen in der neuen Saison in der German Football League 2 Süd auf Unterstützung aus Alabama. Nach der Verpflichtung von Eddrick Harris, der die Razorbacks als Linebacker in der Defensive verstärkt, wechselt auch Philbert Martial aus Alabama nach Oberschwaben. Der 23-Jährige ist ebenfalls ein Defensivspieler, soll bei den Razorbacks aber auch als Returner zum Einsatz kommen.

In der vergangenen Saison, als die Razorbacks GFL2-Meister wurden und in der Aufstiegsrelegation an den Stuttgart Scorpions scheiterten, war Jevonte Alexander einer der besten Returner der zweiten deutschen Footballliga. Nach Puntversuchen sowie nach dem Kick-off der gegnerischen Mannschaft schaffte Alexander im Vorjahr fünf Touchdowns – einer seiner Läufe ging dabei über 96 Yards und damit über die gesamte Spielfeldlänge. Solche spektakulären Läufe erhoffen sich die Razorbacks auch von Philbert Martial.

Dritter von vier Importspielern

Damit haben die Ravensburger nun den dritten Importspieler in ihren Reihen. Quarterback Garrett Dellechiaie ist den Fans noch aus der erfolgreichen Vorsaison bekannt, dazu kommen nun die beiden Abwehrspezialisten Philbert Martial und Eddrick Harris. Ein weiterer US-Spieler soll noch für die Offensive kommen – der sowohl als Wide Receiver als auch als Running Back eingesetzt werden kann. Pro Spielzug dürfen in der GFL2 Süd jeweils zwei Importspieler auf dem Spielfeld stehen, deshalb haben sich die Razorbacks für zwei Offensiv- und zwei Defensivspieler entschieden.

Die Saison 2018 hat trotz der Meisterschaft noch Lücken in der Verteidigung der Oberschwaben aufgezeigt. Mehr als 33 Punkte ließen die Razorbacks pro Spiel zu. Zu viel. „Das Spiel gegen Nürnberg darf so eigentlich nicht passieren“, sagt der neue Cheftrainer John Harper und erinnert an das spektakuläre, teils vogelwilde 78:70 im Weingartener Lindenhofstadion. „Wenn du 70 Punkte zulässt, musst du das Spiel eigentlich verlieren“, meint Harper. „Wir hatten nur Glück, dass unsere Offense überragend gepunktet hat.“

Nur auf das Glück und ihr Angriffsspiel wollen sich die Razorbacks in der im Mai beginnenden Saison aber nicht verlassen. Philbert Martial soll mithelfen, die Defensive stabiler zu machen. An der Universität von North Alabama wurde der 23-Jährige mehrfach ausgezeichnet. Er war „Defensive Freshman of the Year“, wurde jeweils dreimal in die Auswahlmannschaften der Region und der Conference gewählt sowie dreimal in die amerikanische Auswahlmannschaft All-American berufen – als Defensive Back und als Returner.

Harper und das Trainerteam der Razorbacks setzen laut Mitteilung auf die Vielseitigkeit von Martial. Als persönlichen Karrierehöhepunkt bezeichnet der 23-Jährige auch nicht seine Leistungen als Defensive Back, sondern seinen Rekord an Returns in einer Saison an der Highschool. Ab seinem zweiten Jahr an der Highschool sowie an der Universität war Martial Kapitän seines Teams.

Die Razorbacks bestreiten am 6. April um 18 Uhr das einzige öffentliche Testspiel in Pfullendorf gegen eine Hamburger Hochschulauswahl. Die GFL2-Saison beginnt für Ravensburg am 12. Mai um 15 Uhr bei den Darmstadt Diamonds. Das erste Heimspiel in Weingarten haben die Razorbacks am 26. Mai um 15 Uhr gegen die Straubing Spiders.

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