Marquez-Brüder dominieren Motorrad-WM

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Alex Marquez
Machte den Moto2-WM-Titel vorzeitig perfekt: Alex Marquez. (Foto: Vincent Thian/AP/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Sebastian Fränzschky

Die Marquez-Brüder dominieren die Motorrad-Weltmeisterschaft.

Nachdem sich der 26-jährige Marc Marquez bereits beim 15. von 19 Saisonrennen in Thailand vorzeitig den Titel in der MotoGP sicherte, zog sein drei Jahre jüngerer Bruder Alex Marquez am Sonntag beim vorletzten Saisonrennen in Malaysia nach. Mit einem zweiten Platz holte er sich vorzeitig den Titel in der Moto2. Schon einmal war ihnen dieses Kunststück gelungen: 2014 hatten Marc und Alex Marquez erstmals in einer Saison die WM-Titel in ihren Klassen eingefahren.

Gekrönt wurde das aus Marquez-Sicht erfolgreiche Wochenende durch einen Rekord: Mit den 20 Punkten für seinen zweiten Platz in Sepang sammelte Marc Marquez insgesamt 395 Zähler - so viele Punkte wie noch kein Fahrer in einer Saison. Der Honda-Pilot überbot die Bestmarke von Jorge Lorenzo aus der MotoGP-Saison 2010. Der Spanier hatte damals bei seinem WM-Titel 383 Punkte geholt. Marc Marquez kann seine Bestmarke beim Saisonfinale in zwei Wochen in Valencia noch ausbauen.

Doch für ihn stand in Malaysia sein Bruder im Mittelpunkt. „Mit dem zweiten Platz bin ich zufrieden“, sagte er. „Am meisten freue ich mich heute aber für meinen Bruder. Er ist Alex Marquez und nicht einfach der Bruder von Marc Marquez. Schließlich ist es schon sein zweiter WM-Titel.“

Aus deutscher Sicht hielt der Grand Prix von Malaysia kaum Höhepunkte bereit. Marcel Schrötter startete von Position acht ins Moto2-Rennen und kam auf Platz neun ins Ziel. Ein Fehler beim Schalten kostete den 26-jährigen Landsberger in der Startphase einige Positionen. Nachdem er zwischenzeitlich aus den Top 10 rutschte, kämpfte er sich im Laufe des Rennens wieder nach vorn. Philipp Öttl (Bad Reichenhall) und Lukas Tulovic (Eberbach) landeten außerhalb der Top 20.

Überschattet wurde das finale Übersee-Rennwochenende durch einen tödlichen Unfall. Am Samstag gab es im Asia-Talent-Cup einen Massensturz, bei dem Afridza Munandar ums Leben kam. Der 20-jährige Indonesier zählte im asiatischen Nachwuchs-Cup zu den Spitzenfahrern und stand vor einer Karriere in der Motorrad-WM.

MotoGP-Laufsieger Maverick Vinales gedachte nach seinem Triumph dem verstorbenen Nachwuchsfahrer: „Den Sieg möchte ich dem jungen Kerl widmen, der gestern sein Leben verloren hat. Er war mein Lieblingsfahrer im Talent-Cup. Ich möchte seiner Familie mein Beileid aussprechen.“ Der Unfall weckte böse Erinnerungen an den tragischen Unfall von Marco Simoncelli, der 2011 beim Rennen der MotoGP in Sepang sein Leben verlor.

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