Marion Trott bei Skeleton-WM auf Gold-Kurs

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Deutsche Presse-Agentur

Die Oberhoferin Marion Trott liegt zur Halbzeit der Skeleton-WM in Lake Placid auf Gold-Kurs. Mit jeweils zwei Bestzeiten fuhr sie vor den beiden Finalläufen schon einen Vorsprung von 40/100 Sekunden auf Titelverteidigerin Anja Huber aus Berchtesgaden heraus.

Weltcup-Gesamtsiegerin Trott, die seit ihrem Sieg in Whistler plötzlich mit ihrem FES-Schlitten in völlig anderen Bereichen fährt, obwohl sie im Vergleich zur Weltelite 3/10 Sekunden Rückstand am Start hat, zündete im unteren Bereich der anspruchsvollen Bahn am Mount van Hoevenberg erneut den Turbo und scheint kaum noch zu stoppen sein.

„Ich bin voll zufrieden, auch wenn mir im Training schon bessere Läufe gelungen sind. Morgen wird es noch mal eng, ich will einfach zwei saubere Läufe runterbringen“, sagte die 24-jährige Trott, die gleich im ersten Lauf in 55,45 Sekunden einen Bahnrekord aufstellte.

Anja Huber, die auf den ersten 50 Metern einen Startrekord von 5,25 Sekunden erzielte, will aber noch einmal angreifen. „Ich bin noch nicht so weit weg. Auf dieser Bahn ist alles möglich, da bekommt man schnell mal eine halbe Sekunde. Ansonsten muss man neidlos anerkennen, wenn Marion einfach besser gefahren ist. Konkurrenz im eigenen Team ist immer gut“, sagte Huber, die den gleichen Schlitten wie Trott von der Forschungs- und Entwicklungsstelle für Sportgeräte in Berlin (FES) fährt.

Kerstin Szymkowiak von der RSG Hochsauerland, die nach ihrem Muskelfaserriss Anfang Januar wieder aufsteigende Tendenz am Start erkennen lässt, leistete sich im ersten Lauf einige Patzer. „Ich ärgere mich extrem über diesen Lauf, hatte überhaupt keinen Grip und ackerte wie ein Gaul auf diesem Schlitten. Aber noch ist alles möglich“, sagte die in der Schweiz lebende Athletin, die sich im zweiten Lauf von Rang elf auf Platz fünf verbesserte. Junioren- Weltmeisterin Katharina Heinz aus Winterberg musste auf der schwierigen Bahn viel Lehrgeld zahlen und landete auf Rang 18.

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