Maradona nimmt Argentinien Angst vor „Höhenhölle“

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Deutsche Presse-Agentur

Maradona macht müde Männer munter. Nach drei Siegen in Serie unter dem neuen Trainer Diego Maradona strotzen die Spieler der argentinischen Fußball-Nationalelf auf dem Weg zur WM 2010 in Südafrika vor Selbstbewusstsein.

„An Maradonas Hand fühlen wir uns noch stärker“, sagte Lionel Messi im Interview mit der Zeitung „Clarín“. Völlig vergessen scheinen die sieben Partien nacheinander ohne „Dreier“, die zum Sturz von Coach Alfio Basile führten. Man freue sich sogar auf das WM-Qualifikationsspiel in der einst gefürchteten „Höhenhölle“ in Boliviens Metropole La Paz, beteuert der Superstar des FC Barcelona.

„Wir verstehen uns mit Diego sehr gut. Er begeistert die Fans, wir alle wollen Argentinien ganz nach oben tragen“, meint Messi, der beim 4:0 über Venezuela in Buenos Aires mit der Maradona-Rückennummer „10“ glänzte. Gegen Bolivien ist bei den „Gauchos“ nach einer Gelb-Sperre der Bayern-Profi Martín Demichelis wieder mit von der Partie. Er spürt auch schon den Maradona-Hype. „Wir kommen Gott sei Dank rechtzeitig vor der WM in Schwung. Er (Maradona) vermittelt so viel, dass Du Lust hast, jeden Tag um Punkte zu spielen, Dich zu beweisen und zu gewinnen“, verrät der Innenverteidiger.

Während die Argentinier auf Platz Zwei der Tabelle auf Wolke Sieben schweben, herrscht bei dem von Chile (beide 19 Punkte) auf den vierten Platz verdrängten Erzrivalen und Rekordweltmeister Brasilien (18) große Unsicherheit. Uruguay (16) ist der „Seleção“ auf den Fersen, und nur die vier Ersten qualifizieren sich direkt für die WM-Endrunde. Und obwohl man vor eigenem Publikum in Porto Alegre spielen wird, bereitet da sogar Schlusslicht Peru (7) vor dem 12. Quali-Spieltag Sorgen. „Peru hat einen sehr schnellen Angriff. Die werden uns bezwingen wollen. Wir müssen aufpassen“, warnt Bayern-Mann Lucio. Und Marcelo von Real Madrid meint: „Gegen Brasilien spielen alle besser“.

Coach Dunga, der sieben Spieltage vor Ende der Quali wieder unter Druck gerät, kann gegen Peru wieder AC-Mailand-Star Kaká einsetzen, der beim glücklichen 1:1 in Ecuador wegen Schmerzen am linken Fuß gefehlt hatte. Der Trainer rechnet am Mittwoch mit uneingeschränkter Unterstützung des Publikums, da er im Süden Brasiliens in der Nähe von Porto Alegre geboren wurde. „Die Menschen dort sehen eher das Positive“, versichert der frühere Stuttgarter Profi. Aber Dunga weiß auch: „Ein Sieg ist Pflicht“. Am Mittwoch muss Tabellenführer Paraguay (23) nach Ecuador (13), während Chile und Uruguay in Santiago aufeinandertreffen. Am Dienstag stand nur das Duell zwischen Venezuela (10) und Kolumbien (14) auf dem Programm.

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