Leverkusener Siegesserie gegen Augsburg hält

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FC Augsburg - Bayer Leverkusen
Augsburgs Alfred Finnbogason (M) macht es akrobatisch. (Foto: Stefan Puchner / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Klaus Bergmann

Peter Bosz verließ die Augsburger Arena „sehr zufrieden“. Schließlich blieb es dabei: Der FCA kann gegen Bayer in der Fußball-Bundesliga einfach nicht gewinnen.

Beim Leverkusener 3:0 (1:0) dominierte der Champions-League-Teilnehmer kurz vor dem schweren Gruppenspiel bei Juventus Turin einen enttäuschend auftretenden Gastgeber. „Wenn man zu null spielt, drei Tore schießt und drei Punkte bekommt, dann ist man sehr zufrieden“, sagte Bosz.

Ein Eigentor von Florian Niederlechner in der 34. Minute brachte die Gäste auf die Siegerstraße. Nach der Pause erhöhten Kevin Volland (76.) und Kai Havertz (84.) für Bayer 04, das mit Ballsicherheit und Effektivität im Abschluss das Geschehen auf dem Platz beherrschte.

„Jetzt sind wir oben sehr gut dabei“, sagte Neuzugang Nadiem Amiri mit Blick auf die Tabelle und 13 Punkten nach sechs Spieltagen. Die Augsburger (5 Zähler) ernteten einige Pfiffe ihrer enttäuschten Anhänger. Für den FCA war es die elfte Niederlage in der Bundesliga gegen Bayer, dazu gab es sechs Unentschieden. „Das war ein sehr, sehr deutliches 3:0. Ich bin sehr enttäuscht, auch von der Art und Weise“, kommentierte Augsburgs Verteidiger Felix Uduokhai.

Vor 27.113 Zuschauern entwickelte sich ein fades und unspektakuläres Fußballspiel. Die mit sieben Neuzugängen in der Startelf formierten Augsburger überließen den Gästen durchgehend den Ball. Die Bayer-Elf reihte Pass an Pass, ging aber wenig ins Risiko, Zuspiele Richtung Tor verpufften. Ein Schuss von Lucas Alario, den FCA-Schlussmann Tomas Koubek parierte, war lange Zeit die aufregendste Aktion (32.). Bayers umsichtiger Abwehrchef Sven Bender lobte das eigene Auftreten: „Wir haben geduldig gespielt, bis die Räume aufgingen.“

Das Augsburger Offensivspiel lag brach. Nicht eine einzige zwingende Abschlussaktion brachte das Team von Trainer Martin Schmidt bis zur Pause zustande. Beim Tor war trotzdem ein FCA-Angreifer der Hauptdarsteller: Niederlechner köpfte eine Flanke von Nadiem Amiri allerdings ins eigene Gehäuse. „Ich wollte helfen, meinen Kopf reinhalten und klären. Es war mein erstes Eigentor“, kommentierte der in dieser Schlüsselszene unglücklich agierende Niederlechner.

Nach der Pause versuchten die Augsburger zwangsläufig mehr, aber es fehlte an Ideen, Qualität und Überzeugung. Die Gäste kontrollierten überwiegend das Geschehen mit ihrer Ballsicherheit. Richtig auf das zweite Tor spielte das Bosz-Team aber lange Zeit nicht, auch wenn es Chancen für Volland (51./64.) und Havertz (57.) gab.

Die einzige große FCA-Torszene verbuchte erst Julian Schieber, der kurz nach seiner Einwechslung Bayer-Torwart Lukas Hradecky zu einer tollen Abwehr zwang (71.). Es war Augsburgs letzte Möglichkeit, dem Spiel eine Wendung zu geben. Kurz darauf erhöhte Volland auf 2:0, als er nach einem langen Ball des agilen Amiri, den Havartz mit dem Rücken glücklich ablegte, über den aus seinem Tor herausstürzenden Koubek hinweg aus gut 25 Metern erfolgreich war. Havertz konnte gegen eine FCA-Abwehr in Auflösung noch Tor Nummer drei nachlegen.

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