Langmann überragt beim Towerstars-Sieg

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 Goalie Jonas Langmann zeigte sich beim Sieg der Towerstars gegen die Heilbronner Falken (Roope Ranta) in Topform.
Goalie Jonas Langmann zeigte sich beim Sieg der Towerstars gegen die Heilbronner Falken (Roope Ranta) in Topform. (Foto: Felix Kästle)
Sportredakteur

Ravensburg Towerstars – Heilbronner Falken 3:2 n.V. (0:2, 1:0, 1:0, 1:0)

Tore: 0:1 (16:30) Roope Ranta (Gibson, Pavlu), 0:2 (19:13) Derek Damon (Kurz), 1:2 (35:45 ÜZ) Robbie Czarnik (Pozivil, Mayer), 2:2 (59:15) Vincenz Mayer (Czarnik, Pozivil), 3:2 (64:04) Pawel Dronia (Pikkarainen)

Strafen: Ravensburg 16 Minuten, Heilbronn 24 Minuten

Zuschauer: 2851

Die Siegesserie der Ravensburg Towerstars hält an. Mühsam war es allerdings am Freitag vor knapp 2900 Zuschauern in der Eissporthalle. Die Heilbronner Falken waren in der Deutschen Eishockey-Liga 2 ein unbequemer Gegner. Doch letztlich setzte sich Ravensburg mit 3:2 nach Verlängerung durch und feierte den siebten Sieg im siebten Spiel.

Die Heilbronner zeigten erfrischendes Offensiveishockey. Mit viel Tempo und Zug zum Tor sorgten die Falken für Gefahr. Allerdings leisteten sich die Heilbronner im ersten Drittel zu viele Strafen. Doch die Ravensburger konnten das zunächst nicht ausnutzen. Zum einen, weil die Pässe nicht genau genug kamen. Zum anderen, weil Heilbronn in Unterzahl – knapp eine Minute sogar in doppelter – den Raum vor dem eigenen Tor sehr eng machte und so kaum Schusschancen zuließ.

Die beste Gelegenheit für Ravensburg hatte Daniel Schwamberger nach einem Zuspiel von Thomas Merl in der zehnten Minute; er scheiterte an Heilbronns Goalie Mirko Pantkowski. In der 17. Minute schoss Robbie Czarnik den Puck nur ans Außennetz, beim Konter verlud Greg Gibson den Towerstars-Verteidiger Max Kolb, legte die Scheibe zurück und Roope Ranta traf zum 1:0. Eine weitere Überzahlsituation ließ Ravensburg ungenutzt verstreichen und handelte sich in der Schlussminute des ersten Drittels auch noch das 0:2 ein. Patrick Kurz kam von der Strafbank, wurde perfekt bedient von Justin Kirsch. Kurz schoss zwar zu hoch, die Heilbronner blieben aber an der Scheibe und Gibson überwand Goalie Jonas Langmann.

In dieser Saison hatten die Towerstars bis dahin nur gegen den EHC Freiburg nach dem ersten Drittel zurückgelegen (1:2). Jetzt war also eine Reaktion gefragt. Mit einem guten Powerplay der Towerstars begann der zweite Abschnitt. Die Scheibe lief gut, Mathieu Pompei hatte eine gute Chance direkt vor Pantkowski, David Zucker verfehlte das Heilbronner Tor knapp.

Viele Strafzeiten

Zwischen der 28. und 31. Minute kassierten die Towerstars dann vier Strafzeiten und hatten Glück, dass Markus Eberhardt den Puck freistehend am linken Pfosten nicht richtig traf. Mehr als zwei Minuten kämpften die Towerstars in doppelter Unterzahl erfolgreich, weil ohne weiteres Gegentor. Dabei halfen auch starke Paraden von Langmann, etwa gegen Kirsch und Ranta. Das zweite Drittel blieb eines zum Üben der Specialteams – denn auch Heilbronn kassierte einige Strafen. In doppelter Überzahl ließen die Towerstars die große Chance zum Anschlusstreffer noch verstreichen, doch mit Gewalt setzte Robbie Czarnik den Puck in der 36. Minute zum 1:2 an Pantkowski vorbei.

Das gab Ravensburg Auftrieb. Angetrieben von den Fans starteten die Towerstars mit viel Schwung in den Schlussabschnitt. Schwamberger hatte Pantkowski in der 43. Minute schon umkurvt, brachte den Puck aber aus spitzem Winkel nicht ins Tor. Sekunden später zimmerte Ondrej Pozivil die Scheibe von der blauen Linie aus an den Pfosten. In der 46. Minute zog David Zucker ebenfalls aus spitzem Winkel ab, von Pantkowskis Beinschiene prallte die Scheibe ab. Zunächst wurde auf Tor entschieden, nach Ansicht der Videobilder wurde diese Entscheidung aber revidiert. Der Puck war wohl nicht komplett hinter der Torlinie.

Ravensburg hatte genügend Chancen in Überzahl, es fehlte aber an der Durchschlagskraft – und auch ein bisschen an spielerischen Ideen. Die Leichtigkeit vor dem gegnerischen Tor fehlte im Vergleich zu den jüngsten – sehr torreichen – Spielen. Die Towerstars spielten nicht schlecht, aber eben auch nicht überragend. Langman hielt sein Team mit starken Paraden im Spiel. In der vorletzten Minute musste Trainer Jiri Ehrenberger zum ersten Mal in dieser Saison seine Auszeit nehmen, um vielleicht doch noch den Lucky punch seiner Mannschaft vorzubereiten. Goalie Langmann verließ das Eis. Und tatsächlich: 45 Sekunden vor dem Ende schlenzte Kapitän Vincenz Mayer den Puck von der rechten Bande ins lange Eck zum 2:2.

Die Towerstars hatten doch noch die Verlängerung erreicht. In dieser zog Ilka Pikkarainen ab, Pantkowski ließ die Scheibe prallen und Pawel Dronia traf zum Sieg der Ravensburger.

Ravensburg Towerstars – Heilbronner Falken 3:2 n.V. (0:2, 1:0, 1:0, 1:0)

Tore: 0:1 (16:30) Roope Ranta (Gibson, Pavlu), 0:2 (19:13) Derek Damon (Kurz), 1:2 (35:45 ÜZ) Robbie Czarnik (Pozivil, Mayer), 2:2 (59:15) Vincenz Mayer (Czarnik, Pozivil), 3:2 (64:04) Pawel Dronia (Pikkarainen)

Strafen: Ravensburg 16 Minuten, Heilbronn 24 Minuten

Zuschauer: 2851

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