Kramer gegen weitere ärztliche Kontrolle am Spielfeldrand

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Christoph Kramer
Hatte schon öfters mit Kopfverletzungen zu kämpfen: Gladbach-Profi Christoph Kramer. (Foto: Soeren Stache / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Fußballprofi Christoph Kramer hat sich trotz mehrerer Kopfverletzungen gegen eine weitere zusätzliche ärztliche Betreuung wie in der National Football League (NFL) ausgesprochen.

„Die Häufigkeit solcher kritischen Verletzungen ist im Fußball bei Weitem nicht so hoch. Wenn bei jedem Spiel ein Arzt sitzt, der aber nur ein- oder zweimal pro Saison eingreift, stehen Kosten und Nutzen in keinem Verhältnis“, sagte der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach in einem Interview bei Amazon. „Ich denke, gesunder Verstand ist hier wichtiger als eine weitere verpflichtende medizinische Rolle am Spielfeldrand“, sagte der 28-Jährige, der zuletzt wegen einer Schädelprellung pausieren musste.

Er mache sich schon Gedanken über die Häufigkeit seiner Kopfverletzungen. „Ich komme aber immer wieder zum Schluss, dass es einfach nur Pech ist. Ich bin fast schon übervorsichtig, was Pausen betrifft, die auf solche Verletzungen folgen. Ich finde aber, wir sollten nicht mit der Angst vor Spätfolgen durchs Leben gehen, daher gehe ich recht gelassen damit um“, sagte Kramer, der zukünftig auch nicht mit einem Helm spielen will.

„Ich habe schon vorher mal darüber nachgedacht. Aber ich habe ja auch mal mit Maske gespielt, und das hat mich derart behindert, dass ich davon absehe - auch wenn das natürlich eine Gewöhnungssache ist“, sagte Kramer zuletzt der „Rheinischen Post“.

Interview bei amazon

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